Pol.di-Chat über Weblogs in der politischen Bildung

Posted on Freitag 18 März 2005

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Ich hatte heute nachmittag eine längere Chat-Sitzung mit Christoph Dowe von politik-digital.de über den Einsatz von Weblogs in der politischen Bildung. Politik-Digital erarbeitet gerade eine entsprechende Studie für die Bundeszentrale für politische Bildung, und führt dazu Interviews mit einer Reihe von Experten aus dem “weblogpraktischen” und akademischen Umfeld. Erstes handfestes Ergebnis dieser Gespräche: Eine Wette zwischen Christoph Dowe und Heiko Hebig, ob bis Ende des Jahres mindestens zehn deutsche Bundestagsabgeordnete ein Weblog führen. Ich bin, ähnlich wie Christoph, skeptisch - ohne aber darauf wetten zu wollen.. :)

In unserem Gespräch ging es u.a. darum, welche Art von Weblogs in der politischen Bildung eingesetzt werden könnten; auf die Schnelle würden mir da mindestens folgende Typen einfallen:
- “Metablog”, d.h. ein Weblog mit Neuigkeiten, Terminen, Veröffentlichungshinweisen, etc. aus dem Bereich der politischen Bildung.
- “Themenblog”, d.h. ein Weblog zu einem spezifischen Thema der politischen Bildung wie “Rechtsextremismus”, “interkulturelle Verständigung”, etc.; so etwas könnte ich mir auch gut als Gruppenblog vorstellen, in dem Autoren aus verschiedenen Ecken jeweils Dinge beisteuern.
- “Seminarblog”, d.h. ein Gruppenblog oder eine Reihe verknüpfter Einzelblogs, in der z.B. die Teilnehmer eines Workshops oder einer Bildungswoche die Veranstaltung vor- und nachbereiten, also ihre Präsenztermine mit onlinebasierten Interaktionen ergänzen.

Interessant auch die Frage, ob man die Zielgruppen der BPB (vorrangig Lehrer und Schüler) mit Weblogs erreicht. Mir kam dann der Gedanke, ob man vielleicht als Experiment mal das Tagebuch von Anne Frank in eine Weblog-Form bringen könnte? Mit den “Pepys Diaries” hat es jedenfalls geklappt, dort können die Leser in den Kommentaren auch annotieren und es gibt verschiedene ergänzende Informationen zum politischen und gesellschaftlichen Kontext der Zeit.



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