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"Good news everyone" (Prof. Farnsworth)
Anfang des Jahres habe ich einen Antrag bei der DFG gestellt - diese Woche kam die Antwort: Mein Projekt wurde bewilligt!
Ab 1.10. werde ich ein Projekt zu "Praktiken des onlinegestützten Netzwerkens. Stellenwert und Konsequenzen von „social software“ für die Strukturierung interpersonaler Kommunikation" bearbeiten Es handelt sich um ein zweijähriges PostDoc-Projekt, mit dem ich meine eigene Stelle eingeworben habe, also als Projektleiter eigenverantwortlich forschen kann. Seit kurzer Zeit bietet die DFG Wissenschaftlern nach der Promotion die Möglichkeit, durch eigene Projekte (also ohne Benennung eines "ordentlichen Professors" als Projektleiter) Forschungserfahrungen zu sammeln und sich für weitere Aufgaben zu qualifizieren. Eine tolle Sache, und dass mein Projekt genehmigt wurde, freut mich natürlich ungemein..
Was möchte ich machen? Ich werde also auf meinen Arbeiten zu "Praktiken des Bloggens" aufbauen und näher untersuchen, wie Internet-Nutzer verschiedene Anwendungen einsetzen, um soziale Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Ich werde dazu einige Fallstudien durchführen, wobei ich Weblogs vs. "Social Networking Sites" und den privaten vs. beruflichen Einsatz miteinander vergleiche. Hier die Zusammenfassung aus dem Antrag:
"Soziale Netzwerke gewinnen als Strukturierungsform im beruflichen wie privaten Bereich an Bedeutung, wobei das Internet als Medium interpersonaler Kommunikation eine wichtige Rolle für Aufbau und Pflege sozialer Beziehungen spielt. Im Mittelpunkt des Projekts steht deren aktive und regelgeleitete Gestaltung durch den Einzelnen in Praktiken des onlinegestützten Netzwerkens. Dazu wird die Institutionalisierung neuerer Anwendungen der computervermittelten Kommunikation („social software“), namentlich von Weblogs und Kontaktplattformen, im privaten und im beruflichen Kontext untersucht. Mit einem Multimethodenansatz, der standardisierte und leitfadengestützte Befragungen sowie inhalts- und netzwerkanalytische Techniken verbindet, werden Merkmale der Anwendungen, der Nutzer, der Nutzungsepisoden sowie der resultierenden Strukturen (Regeln und Relationen) erfaßt und in ihrer Wechselwirkung analysiert. Der zugrundeliegende Analyserahmen konzeptualisiert das onlinegestützte Netzwerken als regelgeleitete kommunikative Praxis, in der sich Menschen neue Informations- und Kommunikationstechnologien sozial aneignen und dabei rahmende Strukturen (re-) produzieren. Durch den Kontrast von Anwendungen und Kontexten des Netzwerkens können Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Praktiken sowie des aus ihnen resultierenden Sozialkapitals identifiziert werden."
Das Vorhaben ist insofern herausfordernd, weil diese Bereiche ungeheuer dynamisch sind und in kurzen Abständen immer neue Anwendungen und Funktionen entstehen, die sich auf das Networking auswirken. Aber das macht es sehr spannend..
[Update] Ich habe nun auch eine eigene Projektseite in diesem Blog angelegt.
Super Jan
Freut mich, das es geklappt hat, schließlich hast du ja damit einmal eine solide Basis für deine Forschungen in den kommenden Jahren. Und zum Thema “Social Software”: Ich glaube, ohne Blogs hätten wir uns nie getroffen, also insofern schon mal ein Erfolg 
Onlinegestütztes Netzwerken - DFG Projekt von Jan Schmidt
Social Software unter wissenschaftlichem Blick, das klingt vielversprechend und kommt von einem Kenner der Materie. Liest sich ein bißchen wie die Fortsetzung des “virtuellen lokalen Raums” bezogen auf die technischen Möglichkeiten der Weblogs und …
Das hast Du bestimmt alles der Lehre des Spinaci zu verdanken (oder wie die hießen)…
Toll. Glückwunsch. Da schläft es sich doch viel ruhiger.
Grüße aus Bitchy Bielefeld.
A.
Spinaci? Arrabiatta? Medici? Andrea, Du sprichst in Rätseln…
Ja, Glückwunsch, sach ich da mal…
Hoffentlich wird da nicht beim nächsten Botengang
auch noch allen Goten bang.
(Ausbaufähig, schon klar…)
@Sabine: 1a Schüttelreim, nur das Versmaß holpert noch. Aber
Vor nem kleinen Botengang
ist selbst dem stärksten Goten bang
klingt doch nicht schlecht…
Klar holpert der… es mangelt mir da doch noch an der mehrjährigen Schüttelreimerfahrung, die Du aufzuweisen hast…
Außerdem sollte er doch ansatzweise was mit den darüber geschriebenen zu tun haben… äh, ja, hat ja auch fast geklappt, grins.
Füllst Du die Formulare, die vielen, auch mit Schüttelreimen aus? Das waäre doch mal ‘ne Herausforderung!
Spinaci bezog sich auf die Lehre desselben, zu der sich die Autorin über Transzendenz bekennt.
Gratuliere ganz herzlich. Es freut mich für Dich, dass Deine Arbeit auch die DFG überzeugt.
Nebenbei macht das Hoffnung, dass es doch noch Geldgeber für Forschung gibt.
Gruss aus der Freien und Hansestadt Bremen
Hey Patrick, danke für die Glückwünsche!
Neues DFG Projekt “Onlineggest
Das Projekt “Praktiken des onlinegest
Die Förderungshöhe steht hier ja gar nicht.. Schade.
Meine Stelle, eine Hilfskraft und ein paar Sachmittel…
DFG-Projekt “Onlinegestützte Netzwerke”
Eine gute Sache der DFG und ein spannendes Projekt von Jan Schmidt. Wünsche gutes Gelingen und werde die Untersuchung über die Projektseite verfolgen….