Weblogs im Wahlkampf II

Posted on Dienstag 9 August 2005

Achtung - das Bamblog wird seit Mitte Oktober 2007 nicht mehr aktualisiert. Bitte besuchen Sie mein neues Weblog unter http://www.schmidtmitdete.de. Danke! - Please note that this blog is no longer active. You can find my new blog at http://www.schmidtmitdete.de. Thanks for visiting!

Roland Abold hat  Ergebnisse der ersten Studie zum Online-Wahlkampf in einem Working Paper des BACES (Bamberger Centrum für Europäische Studien) veröffentlicht.

Roland interpretiert die Befunde der ersten Befragungswelle, die im Juni durchgeführt wurde, als Beleg dafür, dass sich Weblogs als eine Form des onlinegestützten Informations- und Meinungsaustauschs zur Bundestagswahl und zu politischen Themen im allgemeinen etabliert haben. Eine zweite Welle relativ zeitnah zur Wahl soll u.a. klären, wie dynamisch die Entwicklung der politischen Blogosphäre in Deutschland ist, sowohl im Hinblick auf Verbreitung und Kenntnis von Wahlblogs als auch auf die damit einhergehenden Erwartungen von Autoren und Lesern.

Dies ist vor allem deshalb spannend, weil immer mehr bloggende Politiker auftauchen, viele von ihnen sich aber mit den Konventionen der Weblog-Welt noch schwer tun. Ein Blog-Eintrag ist eben kein Brief an die Wähler und kein Ort für politische PR im Pressemitteilungsstil. Die TAZ spricht von "skurrilen, peinlichen oder auch nur langweiligen Folgen" bei Politiker-Blogs.

Was sie dabei aber vernachlässigt: schon seit längerem existieren mehrere Gruppenblogs, in denen überwiegend auf hohem Niveau informiert und diskutiert wird - zum Beispiel im Wahlblog oder im Wahlblog05. Hinzu kommen (buchstäblich) unzählige weitere Blogs, die sich an den Diskussionen beteiligen; dort reagieren Autoren auch auf das Feedback der Leser, während bei den meisten Abgeordneten-Blogs eher die Leser untereinander diskutieren (wenn überhaupt).

Was noch aussteht, wenn ich mir meine Prognosen von Ende Mai anschaue: Das Agenda-Setting von Blogs in die Massenmedien hinein. Im Moment scheint es mir, als ob die klassischen Medien (siehe oben das TAZ-Beispiel) das Thema zwar beobachten, aber es eher mit dem "Banalitätsargument" abhandeln. Sind die blogbasierten Diskussionen tatsächlich irrelevant, oder drücken sich hier eher Abgrenzungsversuche des traditionellen (politischen) Journalismus aus?

 



  1.  
    Florian
    August 18, 2005 | 4:14 pm
     

    Weil bloggen so schön ist und man somit auf einfache Weise wichtige Informationen an den Mann und an die Frau bringen kann, wollte ich euch hier auf eine interessante Auktion bei ebay.de aufmerksam machen. Da wird ein wirkaempfen.de-T-Shirt versteigert! Und der Knüller: Gerhard Schröder hat es unterschrieben!!!
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=6202048788
    Ich find’s super! Da sag ich nur: MITSTEIGERN!!

  2.  
    September 2, 2005 | 9:11 am
     

    […] uf Trackback Wahlblogs Ein Bericht über Wahlblogs befindet sich hier. und hier. This entry was posted on Friday, Se […]

  3.  
    September 9, 2005 | 7:52 am
     

    Weblogs und der Rücklauf bei Online-Befragungen - Jan Schmidt

    von Jan Schmidt
    Samstag 16 Juli 2005
    Die letzten zwei Wochen habe ich über einige Konsequenzen nachgedacht, die die vernetzte Struktur von Weblogs für die Ankündigung von Online-Befragungen hat. Auslöser war zum einen der MIT Weblog Survey von Ca

  4.  
    September 14, 2005 | 12:11 pm
     

    […] te Welle ihrer Befragung "Internet im Wahlkampf 2005" begonnen. Zusammen mit den Ergebnissen der ersten Welle sollte diese Befragung einen ganz guten Eindruck […]

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