Wie ich blogge?! Fragen & Kommentare

Posted on Dienstag 4 Oktober 2005

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Dieser Beitrag ist für Fragen und Kommentare rund um die Umfrage "Wie ich blogge?!" gedacht. Informationen zum Hintergrund der Umfrage erhalten Sie auf dieser Seite.

Einige häufig angebrachte Anregungen und Fragen sammele ich hier:

Ich habe mehrere Weblogs, kann aber nur für eines die Software, die Inhalte, etc. angeben.

Das Problem mit den Mehrfachblogs ist mir bewusst; ich stand bei der Fragebogenkonstruktion vor der Wahl, entweder durch einen Filter die gleichen Fragenbatterien mehrmals für jedes einzelne Weblog durchlaufen zu lassen (was aber den Fragebogen nochmal deutlich verlängert hätte) oder die Teilnehmer mit mehreren Blogs zu bitten, die Fragen auf ihr "typischstes" Weblog bezogen zu beantworten. Entsprechende Hinweise stehen auch in den Frageformulierungen.

Die dadurch entstehenden Unschärfen werden bei der Auswertung berücksichtigt bzw. reflektiert.

Warum sind die Fragen so allgemein oder so unspezifisch formuliert?

Ich muß mit den Formulierungen eine sehr große Bandbreite von Blogging-Praktiken abdecken und kann dadurch zwingenderweise individuelle Praktiken nicht immer genau treffen. Die Umfrage richtet sich gerade nicht an spezifische Gruppen (zum Beispiel nur Corporate Blogger oder Teenager oder Blogger aus dem Umfeld von bestimmten Blogs), sondern an alle Autoren und Leser. Sie wird daher in manchen Fällen aus Sicht des einzelnen Bloggers Fragen enthalten, die nicht die eigenen Erfahrungen abdecken.

Ein Blick in die Zwischenergebnisse zeigt jedoch, dass sehr viele Teilnehmer von der Möglichkeit Gebrauch machen, gegen Ende des Fragebogens offene Kommentare zu äußern; ähnliches gilt zum Beispiel für die offene Frage nach dem Umgang mit persönlichen Informationen bzw. Anonymität im Weblog. Diese Kommentare sind sehr "reichhaltige" Daten und werden in die Auswertung einbezogen.

Zum Hinweis zur getrennten Ansprache von Männern und Frauen in den Frageformulierungen:
Ist wirklich nicht so kompliziert beide Formen zu verwenden (man muss sich nur die Mühe machen wollen). Und: warum dann nicht die weibliche Form?

Das Thema "geschlechtssensitive Sprache" ist schwierig; ich hatte in einer Pretest-Version des Fragebogens noch beide Formen drin, bekam aber von Pretestern das Feedback, dass dies an einigen Stellen die Verständlichkeit und Übersichtlichkeit der Fragen eher beeinträchtigte. Daher habe ich mich auf die (gängigere) männliche Anrede beschränkt und den Hinweis auf der Startseite eingefügt. Bei den Auswertungen werde ich u.a. auch auf geschlechtsspezifische Blogging-Routinen, -motive etc. prüfen und, sofern vorhanden, entsprechend ausweisen.

Rolle des Codes bzw. personalisierten Links

Insgesamt sind drei Varianten der Umfrage online: Zwei passwortgeschützte Umfragen für die Nutzer von twoday.net bzw. blogg.de sowie eine Umfrage ohne Passwortschutz für alle anderen Nutzer; letztere wird z.B. auch mit dem Banner verlinkt. Die Nutzer von twoday.net und blogg.de haben eine Mail mit einem personalisierten Link zu der jeweiligen "Plattform-Umfrage" erhalten. Dieses Vorgehen dient dazu, dass ich im Umfragetool die Rücklaufquote dokumentieren kann, d.h. sehe, wieviele der registrierten Nutzer schon geantwortet haben und für diese Gruppe auch Mehrfachantworten ausschließen kann. Würde ich nur den “Einheitslink” verschicken, wäre mir das nicht möglich.
Die Personalisierung wird nicht dazu eingesetzt, Antworten einzelnen Personen zuzuordnen; die Ergebnisse werden selbstverständlich nur in aggregierter und damit anonymer Form zusammengestellt bzw. veröffentlicht. 

Umgang mit den E-Mail-Adressen bzw. den Rohdaten

Die E-Mail-Adressen wurden zum Zweck der Einladung zur Umfrage im Umfragetool "Globalpark Umfragecenter" gespeichert, wobei nur ich Zugang zu den einzelnen Umfrageprojekten und den Daten habe. Die Feldzeit beträgt voraussichtlich drei Wochen; nach Beendigung werden die Daten aus dem Umfragetool zur weiteren Analyse exportiert, wobei als erster Schritt die E-Mail-Adressen von den restlichen Daten getrennt werden und der komplette Adress-Datensatz sowohl auf dem Umfrageserver wie auf meinem lokalen Rechner gelöscht werden. Die E-Mail-Adressen, die zum Zweck der Benachrichtigung über die Ergebnisse bzw. eine Folgebefragung erhoben wurden, werden ebenfalls getrennt gespeichert, nur für die erwähnten Zwecke eingesetzt und anschließend gelöscht.

Die Rohdaten sind ab diesem Zeitpunkt anonymisiert für die Auswertung. Weder Rohdaten noch E-Mail-Adressen werden an Dritte weitergegeben. Die Kooperationspartner werden Auswertungen in aggregierter Form erhalten, wobei zu Vergleichszwecken die Statistiken für Nutzer des jeweiligen Anbieters und aller Teilnehmer gesondert ausgewiesen werden. Im Falle von twoday.net werden zusätzlich Daten zu den Link-Netzwerken hinzugezogen, wobei die Identifizierung über eine ID läuft, die nicht an eine E-Mail-Adresse oder den Namen eines Weblogs gekoppelt ist.

 

IP-Adresse, Browsertyp, Betriebssystem, Bildschirmauflösung etc können im Hintergund abgefragt werden Passiert das? Welche Daten werden zusätzlich beim Ausfüllen der Umfrage gespeichert (z.B. Uhrzeit)?

 

Das Umfragecenter speichert standardmäßig solche Daten wie IP-Adresse, Browsertyp, referrer-Adresse sowie Daten zum Verlauf der Umfragesession (Datum und Uhrzeit des Befragungsbeginns, Gesamtdauer der Beantwortungszeit, aufgerufene Seiten). Auch hier gilt: Diese Daten werden nicht mit der E-Mail-Adresse in Verbindung gebracht; die IP-Adresse des zugreifenden Rechners wird ebenfalls zu Beginn der Auswertungen aus dem Rohdatensatz gelöscht. Die referrer-Adresse wird von mir genutzt, um den Verlauf der Umfragediffusion zu dokumentieren.



  1.  
    Oktober 4, 2005 | 5:28 pm
     

    Wie ich blogge?!

    Selbst ausgefüllt und für gut befunden: Die Online-Umfrage „Wie ich blogge?!“ der Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien der Universität Bamberg. – Daher: Mitmach-Befehl! =8-)

  2.  
    Oktober 4, 2005 | 9:19 pm
     

    Weblog-Umfrage 2005

    Nico Lumma verweist in seinem Blog auf eine Umfrage zum Thema Weblogs mit dem Titel “Wie ich blogge?! Die Weblog-Umfrage 2005

    Siehe auch: Wie ich blogge?! Fragen & Kommentare und Umfrage “Wie ich blogge?!”

  3.  
    Oktober 5, 2005 | 1:10 am
     

    Ein ambitioniertes Projekt mit einem guten Umfrage-Bogen.
    In jedem Fall wert, sich daran zu beteiligen und nach dem beantworten der Fragen die Weblog-Umfrage im eigenen Blog zu posten.
    Bin auf Meinungen und Ergebnisse gespannt :)
    Oliver Mann

  4.  
    Oktober 5, 2005 | 1:31 am
     

    Als ich vor dem Fragebogen saß, fiel mir nix ein, was ich noch an Anregungen haben könnte. Jetzt dämmert’s mir aber: bei den Fragen zur Zielgruppe und Leserschaft fehlen die Kunden von Selbständigen und Unternehmern, die bloggen! Zu meinen Stammlesern gehören gute Kunden, und das konnte ich nirgends ankreuzen. HTH

  5.  
    Oktober 5, 2005 | 8:16 am
     

    (Sorry, ich glaube, ich habe diesen Kommentar zunächst an falscher Stelle in diesem Blog gepostet? Bitte nachsehen, wenn er sich hier doppelt…)

    Ich bin ja nur mäßig paranoid, aber ich frage mich natürlich, warum ich als twoday-Nutzer die Umfrage über einen “personalisierten Link” ansteuern soll, der hinterher die Zuordnung meiner Antworten zu meinem Blog erlaubt…
    Hier gilt aber wohl: It’s not a bug, it’s a feature… oder? Warum wird diese Zuordnung gewünscht? Warum kann diese Umfrage nicht anonym erfolgen?
    Vor allem aber: Warum sagst Du nicht von vornherein, dass diese Verknüpfung gewollt und beabsichtigt ist?

  6.  
    Cora Burger
    Oktober 5, 2005 | 9:37 am
     

    Mir ist im nachhinein auch noch eine Anregung eingefallen: Ich verwende Blogs für 3 verschiedene Zwecke, im Bereich E-Learning mit Studierenden, zur Information für Kollegen und einfach so zum schriftlichen Festhalten irgendwelcher Gedanken. Es liegt nahe, dass es in dem Zusammenhang schwierig ist, Fragen zum “duchschnittlichen” Weblog zu beantworten. Vielleicht könnten Sie die Fragen nach Häufigkeit usw. nach den verschiedenen Zwecken unterteilen.

  7.  
    Jan Schmidt
    Oktober 5, 2005 | 10:33 am
     

    @40something: Eine wichtige Nachfrage, weil das evtl. mehrere Leute interessiert: Der personalisierte Link dient dazu, dass ich im Umfragetool die Rücklaufquote dokumentieren kann, d.h. sehe, wieviele von den ca. 12.000 registrierten Nutzern schon geantwortet haben und für diese Gruppe auch Mehrfachantworten ausschließen kann. Würde ich nur den “Einheitslink” verschicken, wäre mir das nicht möglich.
    Die Personalisierung wird nicht dazu eingesetzt, Antworten einzelnen Personen zuzuordnen; die Ergebnisse werden selbstverständlich nur in aggregierter und damit anonymer Form zusammengestellt bzw. veröffentlicht.
    Ich bemühe mich, im Lauf des Tages diese und einige weitere Fragen auch nochmal in einer Art FAQ zu sammeln.

  8.  
    Oktober 5, 2005 | 12:27 pm
     

    Ich wuerde mich freuen, in Weblogs standardmaessig folgenden Hinweis zu finden:

    A ) Ich bin damit einverstanden, dass meine Veroeffentlichungen in meinem Blog von anderen Lesern ganz oder teilweise uebersetzt in der eigenen Landessprache in fremden Blogs veroeffentlicht werden.
    B ) Ohne meine Zustimmung verbiete ich Uebersetzungen.
    C ) Ich lehne grundsaetzlich Uebersetzungen ab.

    Mit freundlichen Gruessen aus Portugal
    Konrad

  9.  
    theswiss
    Oktober 6, 2005 | 11:08 am
     

    Soweit gefallen mir die Antworten und Angaben, die hier gemacht wurden. Und weil ich diese Umfrage grundsätzlich gut finde, habe ich sie auch ausgefüllt. Bis zu den persönlichen Angaben, wo ich bei 95% mit der Meldung ” Eine oder mehrere Fragen sind für den weiteren Verlauf des Fragebogens wichtig.” konfrontiert werde.
    Ich beantworte die Fragen, die ich beantworten will. Wenn es die Option “keine Angabe” nicht gibt, dann muss ich die Frage leerlassen können (was bei vorhergehenden Fragen auch möglich war). Oder ich lüge und verfälsche das Resultat.
    Schade, damit habe ich meine Zeit vertan und der Fragebogen wird nicht abgeschickt.

  10.  
    Oktober 6, 2005 | 12:18 pm
     

    @ Jan
    Danke für Deine Klarstellung.
    Ich hätte es allerdings sinnvoll gefunden, gleich in den Mails an die twoday-Blogger (und alle anderen, die einen personalisierten Link erhalten haben) genau darauf hinzuweisen und zu erklären, warum das aus Deiner Sicht nötig ist.

    Ich habe eher zufällig herausgefunden, dass diese Links personalisiert sind - und dann frage ich mich natürlich, warum Du das nicht gleich mitteilst. Das ist für die minimale Vertrauensbasis, die ja auch zum Reagieren auf eine solche Umfrage nötig ist, nicht unbedingt hilfreich.

  11.  
    Jan Schmidt
    Oktober 6, 2005 | 5:06 pm
     

    @theswiss: Danke für die Rückmeldung bzw. den Hinweis. Bei den (aus Sicht vieler Nutzer “intimeren”) Fragen nach Beruf und Einkommen ist die “keine Antwort” vorgesehen, beim Bildungsstand in der Tat nicht. Ich nehme es als Anregung für kommende Projekte mit auf.

    @40something: Ich stimme völlig zu, dass der Hinweis auf die Personalisierung deutlicher hätte sein müssen. Ich hatte für den Pretest eine erste Variante der Einladung, in der ich den kompletten Link und dann zur Sicherheit nochmal den Code extra genannt hatte (was vermutlich weniger Unsicherheiten ausgelöst hat). Beim Pretest erhielt ich das Feedback von mehreren Testern, dass die verschiedenen URLs und Codes etwas verwirrend seien und ich habe daraufhin die Einladungsmail entsprechend gekürzt, aber schlichtweg übersehen, dass damit implizit auch der Hinweis auf die Personalisierung wegfiel. Das wurde mir erst klar, als ich bei Dir und anderen auf die entsprechenden Fragen bzw. Kritik stieß. Ich habe es dann hier ergänzt und hinterlasse in Blogs, wo ich ähnliche Bedenken vorfinde, auch einen Hinweis.

  12.  
    Oktober 13, 2005 | 11:37 am
     

    Ein Hinweis zu den Frageformulierungen: Um sprachliche Komplikationen zu vermeiden, verwenden wir die männliche Form, meinen aber selbstverständlich immer Frauen und Männer.

    Ich weiß nicht, welche sprachlichen Kompliktionen auftreten (die weibliche Form noch nicht in der Schule gehabt?). Für mich treten bei solchen Frageformulierungs-Formulierungen der männlichen Art aber immer emotionale Komplikationen auf, die mich am Beantworten hindern. Schade eigentlich.

  13.  
    Jan Schmidt
    Oktober 13, 2005 | 11:57 am
     

    In der ersten Fassung der Umfrage waren Formulierungen wie “Autor/innen” enthalten, die aber an manchen Stellen bzw. in manchen Frageblöcken laut Rückmeldungen von Pretestern die Lesbarkeit bzw. Übersichtlichkeit erschwerten. Ich kenne die Diskussionen um geschlechtsspezifische Sprache, habe mich aber aufgrund des Feedbacks in diesem Fall für die maskuline Form mit dem zitierten Hinweis entschieden. ‘Komplikationen’ mag etwas missverständlich ausgedrückt sein, aber es wäre wirklich schade, wenn die Teilnahme an der Umfrage daran scheitern sollte.

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