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Ton Zijlstra veröffentlicht in seinem Blog zur Zeit eine Reihe von Beiträgen, in denen er seine alltäglichen Routinen als "knowledge worker" offen legt. Im jüngsten Text beschreibt er, wie er mit den über 300 RSS feeds umgeht, die er abonniert hat, um in zahlreichen "verteilten Konversationen" auf dem Laufenden zu bleiben.
Interessant dabei ist, dass RSS feeds einerseits helfen, eine Vielzahl von Quellen zu verfolgen, ohne tatsächlich ständig alle Webseiten und Weblogs absurfen zu müssen, denn die Informationen kommen ja per feed (ähnlich wie E-Mails ins Postfach) zu einem. Andererseits wird dadurch das Informationsmanagement nicht per se leichter, denn tendenziell abonniert man doch wieder so viele Feeds, dass sich das "bottleneck" vom Browser in den feed reader verlagert. Man muss also neue Routinen entwickeln, um mit der Informationsmenge umzugehen, sie zu strukturieren und diejenigen Dinge herauszufiltern, die relevant für die eigenen Interessen und Arbeitsfelder sind. Dabei sind weitere Anwendungen/Tools nötig, um die Informationen in den eigenen Arbeitsfluß zu integrieren - in Tons Fall vor allem ein Wiki für die interne und Qumana (das ich noch nicht kannte) für die externe Weiterverarbeitung. Diese Praktiken, die auf einer Kombination von technischer Unterstützung, individuellen Praktiken und dem Vertrauen auf kollektive Filterleistungen beruhen, finde ich hoch interessant, und ich bin auf weitere Schilderungen von Ton gespannt.
PS: Wen es interessiert: Ich habe zur Zeit knapp 100 feeds abonniert, die ich in die Kategorien "Akademisches", "A-List", "Bamberg", "Friends", "Game Studies", "Medien", "Meta-Blogging", "Politik" und "Unternehmen & Blogs" sortiert habe. Das haut zur Zeit noch hin, aber über kurz oder lang werde ich dort wohl auch mal aufräumen bzw. umsortieren müssen, denke ich.
Danke für den Link-Tipp! Damit muss ich mich wenn ich wieder in BA bin auch ausseinandersetzen.. Komme zwar bei weitem noch nicht an die Zahl von 100 Feeds pro Tag, aber wenn ich sie effizienter zugreifen nutzen könnte, würde ich wohl auch mehr lesen. In meinen Bookmarks ist noch genug…
Grüße aus Süd-Ost
Jürgen
Interessant finde ich bei diesem Thema auch l.m. Orchards Post zum Google Reader, in dem er kurz auf seine “reading habits” eingeht.
Da er Programmierer und Autor eines Buchs über Feeds ist, hat er auch gleich ein paar interessante Sachen zur technischen Seite beizutragen.
Die Richtung, die er mit seinem “feed post processing” andeutet wird meiner Meinung nach in Zukunft immer wichtiger werden.
Und in die Kategorien lassen sich alle eindeutig zuordnen? Da dürfte es doch einiges an Überschneidungen geben, könnte ich mir vorstellen…
@Sabine: Jede Menge..
Im Grunde brauche ich die Kategorien auch gar nicht, da ich eh immer alles durchgehe bzw. meine ‘Favoriten’ unter den feeds habe, die ich immer lese, und andere, die ich manchmal erst nach ein paar Tagen scanne und meist komplett lösche. Wie gesagt, irgendwann werd ich da mal umsortieren..
[…] und was immer in meinem feed reader grad so ankommt […]