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Relativ kurzfristig war ich am Donnerstag als "Inspirator" (man könnte auch "Ko-Kommentator" sagen) zu einer Veranstaltung von politik-digital eingeladen worden, bei der es um "e-participation in election times - a suitable tool for voter relationship management" ging. Gast des Abends war Tom Steinberg, der Vorsitzende von mysociety.org, einer britischen Organisation, die die Kommunikation zwischen Bürgern und Politikern mit Hilfe sehr einfacher onlinebasierter Tools fördert. Die Beispiele, die wir an dem Abend auch kurz antesten konnten, sind gerade wegen ihrer Simplizität sehr beeindruckend:
- WriteToThem: Nutzer geben ihren Postal Code ein und erhalten eine Liste der Abgeordneten, die ihre Region auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene vertreten. Über ein Formular können sie dann eine Anfrage oder einen Kommentar absenden. Ein sehr niederschwelliges Angebot also, das den Kontakt zwischen Bürgern und Politikern fördert: 60% der Nutzer von WriteToThem haben vorher noch nie ihre Abgeordneten kontaktiert.
- Pledgebank: Nutzer können eine Pledge, also eine Art Selbstverpflichtung einstellen. Der Clou: Man gibt einen Schwellenwert von anderen Nutzern an, die ebenfalls diesen pledge erfüllen sollen, damit man es selber macht. Beispiel: Ich spende zehn Euro an Greenpeace, aber nur wenn es auch zwanzig andere Leute machen. Ein wunderbares Beispiel für Social Software, die ein Dilemma des kollektiven Handelns lindern hilft - manche Dinge, die gesellschaftlich oder kollektiv wünschenswert sind, scheitern daran, dass es für den Einzelnen keinen Anreiz gibt, sich für sie engagieren. Wenn man allerdings weiß, dass man nicht alleine ist, steigt die Chance, sich für eine bestimmte Sache einzusetzen oder eine bestimmte Handlung durchzuführen. Aus der FAQ: "How can you be sure people will bother to carry out the pledge? We can’t; PledgeBank is based on a psychological bet. We believe that if a person posesses a slight desire to do something, and then we help connect them to a bunch of people who also want to do the same thing then that first person is much more likely to act. Our guess is that this will work rather well in some areas of activity and not at all in others - such is human nature." Pledgebank soll gar nicht große Massen bewegen, sondern erleichtert die Koordination bzw. das Auffinden von Personen in kleinen Nischen (hier sind es sozusagen "Aktivitätsnischen").
Und weil ich dieses Tool wirklich grandios finde, folge ich einer Anregung von Tom und verpflichte mich, bei einer Übersetzung ins Deutsche mitzuwirken - aber nur wenn mindestens zehn andere Leute mithelfen!
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[…] ml;r eine moderne Gesellschaft" halten. Ich habe Steffen vor drei Wochen am Rande der Veranstaltung mit Tom Steinberg im British Council kennengelernt, so schnell […]
[…] ool for Voter Relationship Management”. Jan Schmidt war vor Ort und stellt in seinem Blog die Tools vor, die Tom Steinberg von mysociety.org “mitbrachte”: WriteToThe […]
[…] Nach einem Vortrag von Tom Steinberg in Berlin vergangenen November kam die Idee auf, die Seite "Pledgebank" ins Deutsche zu übersetzen - und dazu schlauerweise auch gleich das System selbst zu nutzen. Ich habe daraufhin mal einen Aufruf, d.h. ein entsprechendes Versprechen gestartet - innerhalb von vier Wochen waren auch 12 Freiwillige zusammen, die sich um den Jahreswechsel an die Übersetzung gemacht haben (Wen es interessiert: Wir haben unsere Arbeit in einem Wiki koordiniert). […]
Deutschland soll sich den Regeln des Chartalands unterordnen.
[sollte es das? Wenn zu diesen Regeln gehört, keine Weblogs vollzuspammen, würde ich es mir auch nochmal überlegen…]