OB-Wahl 2006: Bamberg informiert sich

Posted on Dienstag 31 Januar 2006

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Ende letzten Jahres hatte der Bürgernetzverein Bamberg seine Mitglieder dazu ermutigt, Fragen zu lokalpolitischen Themen an die vier Kandidat/innen zu stellen, die wir dann gebündelt mit den Antworten im Internet veröffentlichen würden. Inzwischen sind alle Stellungnahmen eingetroffen und die Übersicht ist hier online.

Ich hatte selber auch eine Frage gestellt ("Welche Bedeutung haben Ihrer Meinung nach die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (Internet, Mobilkommunikation, …) für die weitere Entwicklung von Bamberg?") und war sehr gespannt auf die Reaktionen - immerhin ist Bamberg seit einigen Jahren ein sogenannter IT-Cluster, der durch die Vernetzung von Universität (insbes. die Wirtschaftsinformatik/Angewandte Informatik), kommunaler Wirtschaftsförderung und Unternehmen die IT-Branche stärken und in der Region verankern soll. Mit Ausname von Ursula Sowa fand ich die Antworten der Kandidaten allerdings etwas nichtssagend und sehr allgemein.

Sehr wichtig ist mir auch der Bereich der Verkehrspolitik, hier insbesondere durch die Frage zur Bergverbindungsstraße [1] abgedeckt. Andreas Starke und Ursula Sowa erteilen eine klare Absage, Peter Neller im Prinzip auch, bringt aber eine andere Trasse ins Spiel, und bei Norbert Tscherner weiß man (wie bei einigen anderen Antworten auch) nicht so recht, worauf er eigentlich hinaus will.

Auf jeden Fall ist diese Form der Bürgerpartizipation ein guter Anfang für unsere bislang doch immer recht verschnarchte Kommunalpolitik. Sollten in den nächsten Tagen weitere Fragen eingehen, werden wir eine zweite Runde starten.

[1] Für die Nicht-Bamberger: In regelmäßigen Abständen taucht die Forderung auf, eine mehrspurige Straße zu bauen, um die sogenannte "Bergverbindung" zwischen zwei Stadteilen herzustellen. Problem: Die Trasse würde genau durch das Berggebiet laufen, das wegen seiner weltweit einzigartigen Verbindung von mittelalterlicher Altstadt, Wald- und Wiesenflächen und alten Klostergärten ein Hauptgrund ist, warum Bamberg UNESCO-Weltkulturerbe ist. Das ganze ist ökologisch, städtebaulich und verkehrspolitisch unsinnig und ähnlich hirnrissig wie die Brückenpläne in Dresden.



  1.  
    pitpop
    Februar 1, 2006 | 1:50 pm
     

    So so,
    “Bamberg gewinnt”.

    Da werden wir, die Betreiber der Stilbruch Party “4 gewinnt” aber mal schwer überlegen, ob wir rechtliche Schritte einlegen.

    Ansonsten aber:
    Schöne Grüße
    und:
    Ich würde mich gerne von der Soziologie Mailing Liste abmelden :-).

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