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Ich hatte schon vor ein paar Tagen davon gehört, durfte aber noch nicht drüber bloggen: Die Uni Bamberg (genauer: die Kollegen vom BACES) haben eine repräsentative Telefonumfrage zur Oberbürgermeisterwahl durchgeführt (n=645). Demnach liegt Andreas Starke (SPD/FDP/Freie Wähler/Bamberger Realisten) bei 46 Prozent, Ursula Sowa (GAL) und Peter Neller (CSU) bei 21 Prozent und Norbert Tscherner (Bamberger Bürger-Block) bei 11 Prozent. Selbst unter den CSU-Anhängern liegt Starke mit 45 Prozent vor Neller mit 41 Prozent.
Auch wenn man in Rechnung stellt, dass etwa die Hälfte der Befragten noch keine endgültige Wahlentscheidung getroffen hat, sind das - für Bamberg - sensationelle Zwischenergebnisse. Ich bin seit 1993 in dier hiesigen Kommunalpolitik aktiv und kann mich nicht erinnern, jemals eine solche Wechselstimmung erlebt zu haben. Das werden noch ganz heiße Wochen bis zum 12.März.
Spätestens seit am Bahnhof die Neller-Plakate übereinander hängen (also 6xNeller pro Laterne - uargh), ist der Mann für mich nicht mehr wählbar. Warum glaubt er, mit diesem misslungenen Wahlkampffoto in sechsfacher Ausführung mehr Stimmen zu kriegen? Ich hoffe, dass die Umfrage - trotz der hohen Anzahl unentschlossener Wähler - am Ende einigermaßen Recht behalten wird.
Das nenne ich niedliches Wahlkampffoto: “junge” SPÖ Amstetten für den Familientag
Nur so als kurze Österreicher-Frage: Der bisherige OB war CSU, oder? So wie sein Lebenslauf aussieht muss er das ja fast sein. Und warum Wechselstimmung, ist etwas schief gelaufen in der Stadt? Oder wollen die Leute einfach einmal Veränderung? Da habe ich ja in den letzten Wochen etwas versäumt - kaum kommt man seltener zum Lesen, schon ist man nicht mehr aktuell. Dafür hasse ich Blogs *g*
@Wuschel: Was mich besonders ärgert: Offiziell darf erst ab Sonntag (kostenfrei) plakatiert werden. Entweder die Neller-Kampagne zahlt also an die Stadt für die Tage drauf, oder sie ist einfach so dreist… Naja, wir kleben heute unsere Plakate und stellen am Sonntag auf, ein paar Plätze werden wir schon noch finden…
@philipp: ein wunderschönes Foto..
Der bisherige Amtsinhaber war zwar mal in der CSU, ist aber als überparteilicher Kandidat angetreten. Er stellt sich allerdings nicht mehr zur Wahl.
[…] Seit Dienstag ist ganz Bamberg zugepflastert mit Plakaten von Peter Neller. Anscheinend ist die CSU angesichts der schlechten Umfrage-Ergebnisse nun zur Zermürbungstaktik des "Zunellern" übergegangen. […]
[…] Die Online-Umfrage des BACES, die nach der FT-Meldung letzte Woche für reichlich Wirbel in Bambergs OB-Wahlkampf gesorgt hat, ist jetzt auch online als .pdf abzurufen. Am meisten Aufmerksamkeit bekam natürlich die "Sonntagsfrage", bei der Andreas Starke deutlich vor Ursula Sowa, Peter Neller und Norbert Tscherner liegt. Doch es wurden deutlich mehr Dinge abgefragt. Aus der Zusammenfassung, die sich auf der Homepage der Uni Bamberg findet: So wurden die Bürgerinnen und Bürger nicht nur nach deren Wahlabsicht bei der Oberbürgermeisterwahl oder deren allgemeiner politischen Orientierung befragt, sondern auch nach den wahrgenommenen Problemen in Bamberg, der Problemlösungskompetenz der Kandidaten oder dem Maß, in dem ihnen Eigenschaften wie Sympathie, Führungsstärke, Kompetenz und Überparteilichkeit zugebilligt werden. […]
[…] Im FT wurden heute die Ergebnisse einer zweiten Umfrage des BACES zur OB-Wahl veröffentlicht. Am deutlichen Ergebnis der ersten Umfrage hat sich nicht sehr viel geändert: "Die Frage, wen sie am kommenden Sonntag als OB wählen wollen, beantworteten 48,7 Prozent von rund 400 befragten Bamberger Bürgern mit Andreas Starke, dem Kandidaten von SPD, FW, FDP und BR. Damit kann der 49-jährige Rechtsanwalt gegenüber dem Ergebnis von Anfang Februar sogar noch etwas zulegen. Ihm folgt mit weitem Abstand der 44-jährige CSU-Bewerber Peter Neller, den laut Befragung 22,8 Prozent wählen wollen. „Neller hat einen überdurchschnittlich hohen Anteil der unentschlossenen Wähler für sich gewinnen können“, erläutert Juhász die Veränderungen gegenüber der letzten Befragung vor drei Wochen. Damals erzielte der CSU-Kandidat noch 21 Prozent. Die Gewinne für Neller und Starke gehen natürlich zu Lasten der beiden Mitbewerber Ursula Sowa und Norbert Tscherner. Während die grüne Kandidatin von 20,2 auf 19,3 Prozent abrutscht, verliert Tscherner 1,7 Prozentpunkte und steht gegenwärtig bei 9,1 Prozent." […]