Social Software und Privatsphäre

Posted on Mittwoch 8 Februar 2006

Achtung - das Bamblog wird seit Mitte Oktober 2007 nicht mehr aktualisiert. Bitte besuchen Sie mein neues Weblog unter http://www.schmidtmitdete.de. Danke! - Please note that this blog is no longer active. You can find my new blog at http://www.schmidtmitdete.de. Thanks for visiting!

Auf tagesschau.de ist ein kurzer Artikel von Fiete Stegers erschienen, der sich mit der "dunklen Seite von Web 2.0" auseinandersetzt - den Veränderungen im Verhältnis zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, die durch Weblogs, Kontaktplattformen und ortsbasierte Dienste wie plazes.com entstehen. Ein interessanter Artikel, der viele wichtige Fragen anreißt: Als Nutzer habe ich zu einem gewissen Grad die Kontrolle darüber, welche Informationen ich von mir preis gebe, doch ich kann nicht wirklich durchschauen und kontrollieren, wer zu welchen Zwecken auf diese Daten zugreift. Der Weblogeintrag mit dem Foto von einer ausschweifenden Party letzte Woche mag zwar für meine Freunde gedacht sein, doch ebenso kann der Personalverantwortliche in drei Jahren bei einer Recherche nach meinem Namen darauf stoßen. Und das Zusammenwachsen der social-software-Welt heißt eben auch, dass immer "reichere" Profile über die Nutzer existieren, in denen bspw. openBC-Kontaktdaten zusammen mit Weblogeinträgen über private Vorlieben und politische Meinungen sowie dem Aufenthaltsort über plazes kombiniert werden können. Noch eine Prise del.icio.us-Favoriten und flickr-Bilder, und schon kann man sich ein ziemlich detailiertes Bild von einer Person machen.

Ich komme leider gerade nicht dazu, dieses Thema hier ausführlicher zu behandeln; es lohnt sich aber auf jeden Fall ein genauerer Blick darauf, welche Vor- und Nachteile diese Grenzverschiebungen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen haben. Hoffentlich finde ich demnächst mal etwas mehr Zeit.

PS: Nettes kleines Detail am Rande - im Tagesschau-Artikel ist ein Screenshot von Martin Rölls plazes-Bildschirm, der zufälligerweise genau in dem Moment gemacht wurde, als Martin bei mir zu Besuch war…



  1.  
    Februar 8, 2006 | 3:34 pm
     

    Das Ende der Privatsphäre mit Web 2.0…

    Und schon wieder ein Verweis auf die Tagesschau. In diesem Artikel wird die “Die dunkle Seite des Web 2.0″ beleuchtet.
    Neue Dienste wie Flickr, Frappr und Co. ermoeglichen es den Nutzern scheinbar privat Bilder auszutauschen. Ebenso wie vi…

  2.  
    Februar 8, 2006 | 4:13 pm
     

    Und von diesem plazes-bild kann man dann mit ein bißchen Kombinationsgabe (Roells post und Deiner hier) darauf schließen, wo Du wohnst (was man ganz simpel wahrscheinlich auch per Telefonbuch rausfinden könnte, aber so steht’s halt gleich im Netz).

  3.  
    Februar 8, 2006 | 5:14 pm
     

    […] Auf Tagesschau.de ist ein kurzer Artikel von Fiete Stegers erschienen, der sich mit den Veränderungen für die Privatsphäre durch den Gebrauch von Social-Software-Anwendungen befasst. Neben Constanze Kurz und Martin Röll kommt auch Jan Schmidt mit einer Einschätzung zu Wort. Etwas ausführlichere Kommentare finden sich hier. […]

Dieser Beitrag ist für Kommentare geschlossen.