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Seit Dienstag ist ganz Bamberg zugepflastert mit Plakaten von Peter Neller. Anscheinend ist die CSU angesichts der schlechten Umfrage-Ergebnisse nun zur Zermürbungstaktik des "Zunellern" übergegangen.
Wie heißt nochmal der CSU-Kandidat?
Ganz nebenbei: Das dürfte ein recht teurer Spaß sein, denn erst ab dem Wochenende darf kostenfrei Wahlwerbung plakatiert werden. Pro zusätzlichem Tag und pro Plakatständer muss an die Stadt Bamberg gezahlt werden.
“Zunellern” hat durchaus das Potential, in den lokalen Sprachgebrauch überführt zu werden… das geht richtig gut von der Zunge!
Aus der Erfahrung aus dem Gemeinderatswahlkampf im Vorjahr bei uns: Zuviele Plakate sind schlecht fürs Image. Und wer räumt sie weg? Dann hängen wieder wochenlang die Fetzen herunter.
Wieviel kostet denn so ein Plakatständer pro Tag? (Die Verordnung der Stadt Bamberg über das Anbringen von Anschlägen und Plakaten konnte ich finden, aber keine Kostenbestimmung.)
Martin, einen genauen Betrag weiß ich auch nicht - unser SPD-Unterbezirksgeschäftsführer (der den Kontakt zur Stadt im Wahlkampf hält), hat uns Ortsvereinen aber davon abgeraten, schon vorher zu plakatieren; er meinte, es sei zu teuer und lohne sich nicht.
Also soweit ich weiß gibt es bei uns keine solche Regelung, wobei das durchaus sinnvoll wäre. Im Vorjahr nervten die Schwarzen mit ihren “Powerteam”-Plakaten schon ziemlich - die SPÖ hat sich etwas zurückgehalten, aber auch übertrieben. Was da an Parteienförderung und Spenden verschleudert wird!
Heute stand es sogar im FT (ziemlich deutlich auf das “Zunellern” bezogen) als “Flop des Tages”.
Ich denke auch, dass das die Leut eher nervt… Mich jedenfalls.
[…] Im Fränkischen Tag war heute ein Artikel über die Plakaterierei der OB-Kandidaten. Die genannten Zahlen bestätigen den Eindruck, dass Bamberg zugenellert wurde: Peter Neller hat 500 Plakate aufgestellt, genausoviel wie Norbert Tscherner, der allerdings ein deutlich kleineres Format gewählt hat. Andreas Starke und Ursula Sowa begnügen sich mit jeweils 200 Plakatständern. Ich wurde gestern von einem FT-Redakteur zu den Plakatmotiven befragt - nun bin ich ja weiß Gott kein Experte für visuelle Wahlkampfkommunikation und habe einfach meine persönliche Meinung gesagt, aber im Artikel kommt das doch schon ganz anders rüber.. Dr. Jan Schmidt, stellvertretender Leiter der Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien an der Universität Bamberg, hat für den FT die Unterschiede der jeweiligen Plakatstrategien schnell ausgemacht: „Bei Peter Neller springt vor allem der Name ins Auge, da wird auch viel Gewicht gelegt auf eine farbige, blumige Bildersprache. Anders Andreas Starke: Hier überwiegt das Sachliche, Nüchterne, das vom Schwarzweiß der Fotografien noch untermauert wird.“ Als eher „unspektakulär“ umschreibt der Experte die Wahlplakate von Ursula Sowa und Norbert Tscherner. Für alle gelte: Wie bei einer Personenwahl üblich machen sich die Protagonisten im Bild breit und weniger ihre Wahlslogans. […]
Der Ausdruck “Zunellern” gefällt mir: Seit die Umfrage vom BACES veröffentlicht wurde habe ich eh das Gefühl, dass Neller zappelt. Und zwar wie eine Flunder. Mit dem Begriff der “zappelnden Flunder” bezeichnet man ja neuerdings (siehe SPIEGEL Online) Praktikanten, die sich abmühenund abstrampeln, um auch endlich mal einen richtigen Job mit Telefon und Visitenkarte zu bekommen. Wie der Herr Neller. Jetzt erst kam ja noch eins drauf mit den “Kein rotes Bamberg!”-Störern. *lol*
Stefan, die “Kein rotes Bamberg”-Aufkleber habe ich heute auch gesehen - und mich herzlich ausgeschüttet vor Lachen. Was kommt als Nächstes? “Freibier statt Sozialismus”?