Auf nach HH

Posted on Sonntag 28 März 2004

Achtung - das Bamblog wird seit Mitte Oktober 2007 nicht mehr aktualisiert. Bitte besuchen Sie mein neues Weblog unter http://www.schmidtmitdete.de. Danke! - Please note that this blog is no longer active. You can find my new blog at http://www.schmidtmitdete.de. Thanks for visiting!

Waehrend der ICE an den Logistik-Lagern der Republik zwischen Fulda und Kassel vorbeibraust, kann ich einige Bemerkungen zu den beiden Workshop-Tagen in Wuerzburg verlieren.

Von Freitag frueh bis Samstag nachmittag durfte ich am Seminar “Verhalten vor Mikrofon und Kamera” teilnehmen, dass das Didaktikzentrum der Bayerischen Fachhochschulen an der FH Wuerzburg durchfuehrte. Eine nahezu ideale Seminargroesse (sieben Teilnehmer/innen, alles Professorinnen oder Lehrbeauftragte der FH), zwei sehr kompetente Referenten (Herr Buerzle, Chef vom Dienst bei Bayern 1, und Herr Goeb, Leiter der Medientechnik an der FH) und jede Menge praxisbezogener Input machten dem Workshop zu einem echten Highlight.
Schon die erste Einheit hatte es in sich: Ohne lange theoretisierende Vorreden wurden wir direkt vor die Fernsehkamera gesteckt und mussten ein ca. 30-sekuendiges Statement geben. Input war: “Die Proteste der bayerischen Hochschulen gegen Einsparungen ist nichts als eitle Besitzstandswahrung!” - und wir alle kaempften ziemlich damit, in der fuer uns ungewohnten Umgebung (Fernsehstudio, Scheinwerfer, nur die Kamera zum Ansprechen) verstaendlich und ueberzeugend zu wirken. Das anschliessende Feedback durch die beiden Referenten war beeindruckend und reichte von Tipps ueber die richtige Position (gerade auf beiden Beinen stehen) und Gestik (sparsam, langsam, mit den Haenden nicht unter Guertel- und ueber Brusthoehe) bis hin zum sinnvollen Aufbau eines solchen Kurzstatements (Climax first! Argument, Beispiel, Bekraeftigung). Allein mit der Reflexion unserer mehr oder weniger geglueckten Versuche brachten wir einige Stunden zu…
Samstag frueh durften die gleiche uebung wiederholen und unser Wissen anwenden - es ging bei allen deutlich besser, obwohl immer noch einige Fehler und Marotten auftraten; ich verhaspelte mich z.B. in meinem Versuch, die Absurditaet von Finanzkuerzungen mit einem Beispiel aus dem “normalen Leben” zu belegen und erzaehlte irgendetwas von Handwerkern und 20 Jahre alten Materialien… viel besser: “Um junge Menschen gut auszubilden, benoetigen wir Buecher, Computer, Dozenten, die auf dem neuesten Stand sind!”
Ein wenig bedauere ich es fast, dass ich in Bamberg kaum Gelegenheit haben werde, das Gelernte oefter anzuwenden und so zu ueben. Vielleicht sollte ich bei den naechsten Comedy Lounges als Warm-Up ab jetzt immmer ein 30-sekuendiges Statement zu einem aktuellen Thema abgeben? :-)



Dieser Beitrag ist für Kommentare geschlossen.