OB-Wahl 2006: Jetzt wird Neller peinlich

Posted on Donnerstag 2 März 2006

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Noch zehn Tage bis zum Wahltag in Bamberg. Angesichts schlechter Umfragewerte und anderer unglücklicher Wahlkampf-Aktionen greifen CSU und ihr Kandidat Neller nun zu einem Mittel aus der untersten Schublade: Seit einigen Tagen prangt auf vielen seiner Plakate der Aufkleber "Kein rotes Bamberg!". (Wuschel hat es auch schon kommentiert). Im Fränkischen Tag sind zudem entsprechende Anzeigen veröffentlicht, unterzeichnet mit "Wahlinitiative Bürgerliches Bamberg", ohne nähere Informationen, wer denn nun dahinter steckt.

Nun ja: Wenn die sachlichen Argumente ausgehen und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung fehlt, dann versucht man es halt einfach mal mit unsinnigem Geraune. Ich bezweifele sehr stark, dass diese Kampagne, augenscheinlich aus Verzweiflung gestartet, Nellers Ambitionen auf den OB-Sessel helfen wird. Ich gehe davon aus, dass sie eher für Belustigung in der Bevölkerung sorgt…. [Update siehe hier]

rotesbamberg.jpg

Blackout der Schwarzen



  1.  
    März 4, 2006 | 9:55 pm
     

    […] Nun muss die CSU handeln. Eine erzkatholische Stadt, in der die CSU bei Bundes- und Landtagswahlen nie um die absolute Mehrheit bangen musste, droht den SozialdemokratInnen in die Hände zu fallen. Da bleibt der CSU nur noch die “SozialistInnenkeule” (siehe Bild von Jan Schmidt), die nun mit “kein rotes Bamberg” auf Plakaten und in der Zeitung geschwungen wird. Statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung wählt die CSU die Strategie der legendären “Roten-Socken-Kampagne”. Jan Schmidt blogt meiner Meinung nach zurecht: “OB Wahl 06: Jetzt wird Neller peinlich”. Und Nils Rusche blogt treffend: “Wählt uns, weil wir nicht die anderen sind”. Ja Herr Neller, auch ich hätte mir von Ihnen mehr erwartet. Hätten sie es doch charmant wie Frau Sowa mit einer kleine Bitte probiert: “Bitte in die Stichwahl”. Das hätte zumindest noch Mitleidspunkte gebracht. […]

  2.  
    Michael Wachter
    März 5, 2006 | 5:46 pm
     

    Aktion “Kein rotes Bamberg”

    Nunja, ich habe den ganzen Wahlkampf über die Einträge hier sehr stark verfolgt. Ich habe selbst viel Werbung für Andreas Starke in dem Wahlkampf gemacht, aber ich glaube die bisherigen Einträge zur Aktion “Kein Rotes Bamberg” sind etwas realitätsfremd. Ich höre viel an der Basis und diese Kampagne von Neller scheint wirklich den Nerv der Bamberger getroffen zu haben. Er hat erstmals wirklich die Stammtischhoheit. Das macht mich ein wenig nervös. Ich glaube auch den Umfragen nicht ganz. Andreas Starke übrigens auch nicht. Es wird verdammt eng. Neller ist nicht so unbeleibt wie wir ihn gerne haben möchten. Übrigens: Der Kommentar von Jan Schmidt im FT steiß vielen meiner Bekannten übel auf. Er kann nicht hier sich eindeutig für Andi stark machen und dann im FT als unabhängiger Beobachter die Plakate kommentieren und bewerten. Das ist keine gute Nummer gewesen. Das treibt viele meiner Bekannten geradezu die Arme von Neller. Und: Neller ist wirklich ein Arbeiter und hat Ahnung. War von Euch wirklich mal einer bei den Diskussionen. Er hat unheimliches Deatilwissen. Es ist nicht gut den politischen Gegner für doof darzustellen. Das wäre Gehirnwäsche und das hat Andi nicht nötig. Der Daig-Kastura Haßeimer kommt übrigens auch nicht gut an. Warum soviel Haß? Haß ist nur negative Energie. Verwenden wir lieber die Energie für Andi zu überzeugen und mit fairen Mitteln. Soweit von mir.

  3.  
    Jan Schmidt
    März 5, 2006 | 9:27 pm
     

    Michael, zunächst mal: von “Haßeimer” im Zusammenhang mit engagierten Personen zu sprechen, halte ich nun wieder für schlechten Stil… genauso wie die Kampagne “Kein rotes Bamberg”, da lasse ich mich nicht beirren. Ob es nun an den Stammtischen für Gejohle sorgt oder nicht: Es zeugt davon, dass in der letzten Wahlkampfwoche die Sachpolitik wohl keine Rolle mehr spielen soll. Und das wiederum zeigt, dass Neller nach jedem Strohhalm greift, um das Ruder doch noch herum zu reißen. Inhaltlich ist die Kampagne einfach unsinnig, ich wiederhole mich da gerne.
    Zu der FT-Aktion: Der FT hat mich in meiner beruflichen Rolle als Kommunikationswissenschaftler um eine Einschätzung gebeten, ich habe als Kommunikationswissenschaftler geantwortet und dabei die Plakate neutral bewertet - ich habe sogar hier im Blog diejenigen Äußerungen nachgereicht, die nicht im FT gedruckt wurden. An anderer Stelle habe ich für den Bürgernetzverein Bamberg mit allen vier Kandidaten Kontakt, um die Bürgerbeteiligung zu fördern.
    Hier in meinem privaten Weblog kommentiere ich dagegen den Wahlkampf aus meiner privat-engagierten Sicht (und da sind auch Dinge dabei wie das hier), aber ich kann das durchaus trennen. Dass meine Äußerungen unentschlossene Wähler scharenweise in die Arme von Neller treiben sollen, kann ich irgendwie nicht so recht glauben - da würde ich meine eigene Sichtbarkeit im Wahlkampf on- wie offline glaube ich überschätzen.. :)
    Übrigens: Ich war am letzten Donnerstag beim Ortstermin von Peter Neller in der Sandstraße und habe mich ausdrücklich bei ihm bedankt, dass er sich die Zeit für das persönliche Gespräch mit Mitgliedern des Bürgervereins Sand genommen hat.
    Und trotz allem: Danke für den Kommentar und Dein Engagement - sehen wir uns am Mittwoch bei der Abschlußveranstaltung in den Haas-Sälen?

  4.  
    Conny
    März 6, 2006 | 4:48 pm
     

    Hab ich hier was verpasst? “Haßeimer”?!? Von was redet dieser Mensch eigentlich? Das klingt ja schon wie das unfundierte Geschwurbel der Jungen Union von neulich - da hat der dortige Vorsitzende Herr K. aus B. auch schon behauptet, ich würde die CSU und die armen jungen engagierten Neupolitiker “hassen”. :D Mei, die Leut ha’m Probleme. :D Na, ob das alles diejenigen unter meinen Freunden, die Mitglieder bei der CSU sind, auch schon begriffen haben? Dass ich sie “hasse”, meine ich? *kopfschüttel*

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