Social Software: Definitionsversuche

Posted on Samstag 25 März 2006

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Durch viele Gespräche, die ich während der beiden Tagungen in Stuttgart und Bielefeld geführt habe, zog sich ein gemeinsames Thema: Wie kann man "Social Software" definieren oder zumindest soweit begrifflich umreißen, dass der Terminus für weitergehende Analysen (auch, aber nicht nur wissenschaftlicher Art) tragfähig wird?

Ich verwende den Begriff selbst immer öfter, z.B. in meinem Beitrag für politik-digital, oder auch in einem Aufsatz, der demnächst im Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen erscheinen soll. Bei der GOR in Bielefeld habe ich in der Session zu "Social Software & Wikipedia" in einem ‘programmatischen’ Vortrag ein Analysemodell vorgeschlagen, um Verwendungsweisen bzw. Praktiken des Gebrauchs von Social Software zu analysieren - letztlich eine Art Generalisierung meiner Gedanken zu den Praktiken des Bloggens, die hier ausführlich dargelegt sind. Dieser Blogeintrag soll jetzt ein paar Gedanken sortieren und zur weiteren Diskussion stellen - auch in Reaktion bzw. Fortsetzung dieses guten Beitrags von Michael Schuster. Rückmeldungen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht! ;-)

Zunächst mal: Warum tun wir uns (ich vereinnahme jetzt mal ganz frech) so schwer mit einer Definition von Social Software? Weil der Begriff im Umfeld bzw. in Bezug auf relativ neue Anwendungen wie Blogs, Wikis, kollaborative Verschlagwortungssysteme etc. entstanden ist, gleichzeitig aber - wenn man ihn ernst nimmt - etwas beschreibt, was schon älter ist (siehe dazu diesen guten ‘historischen’ Abriß von Christopher Allen): Das Usenet, Chats, auch Mailboxen der Vor-Internet-Zeit waren und sind Social Software, weil sie die Interaktion und Kommunikation von Menschen technisch ermöglicht und unterstützt haben. So gesehen reden wir also über nichts grundlegend Neues oder gar Revolutionäres - in gewisser Weise muss man sogar darauf bestehen, dass jede Software sozial ist, denn Software wird von Menschen in Bezug auf bestimmte Handlungszwecke hin entworfen und weiter entwickelt, ist also Produkt sozialen Handelns. Ihre Aneignung, ihr tatsächlicher Gebrauch unterliegt ebenfalls sozialen Einflüssen, Regeln und Normen, die z.B. festlegen, wofür eine bestimmte Anwendung sinnvollerweise eingesetzt werden kann und wofür nicht. Dass Gebrauchsweisen von Software sozial ausgehandelt werden, zeigt sich immer dann besonders deutlich, wenn Nutzer von den Ideen und Vorgaben der Entwickler abweichen und unintendierte Nutzungen ausprobieren, also interpretative Flexibilität beweisen.

Ohne diese Prozesse der Technikgenese und - aneignung vernachlässigen zu wollen - im Gegenteil, sie sind höchst wichtig für eine praxistheoretische Analyse der neuen Medien - würde ich doch sagen, dass es uns bei der Begriffsklärung von Social Software nicht weiter hilft, wenn wir den Begriff allzu allgemein fassen und auf alle Software beziehen. Vielleicht bringt uns ein zweiter Anlauf weiter: Was ist keine Social Software? Ich würde zwei große Bereiche ausklammern wollen: (a) Anwendungen, in denen die Transaktion mit dem Computer im Vordergrund steht, also z.B. das Ausfüllen eines Formulars auf einer E-Government-Seite oder die Bestellung eines Buches bei Amazon, sowie (b) Anwendungen, mit deren Hilfe zwar Menschen interagieren (also interpersonale Kommunikation stattfindet), aber wo dies nicht öffentlich geschieht. Musterbeispiel: Die E-Mail zwischen zwei Personen.

Wenn a und b keine Social Software ist, könnte man also sagen: Social Software sind solche Anwendungen, die öffentliche interpersonale Kommunikation ermöglichen - doch dann stößt man auf weitere Probleme, gleich drei um genau zu sein:

  1. Öffentliche und interpersonale Kommunikation werden in der Kommunikationswissenschaft gängigerweise bislang als Gegensätze betrachtet, die Definition wäre also ein Paradoxon, weil Kommunikation entweder nur das eine oder nur das andere sein kann.
  2. Das Bestellen eines Buches bei Amazon ist keine Social Software (weil Mensch-Maschine-Interaktion) - aber was ist mit dem Feature "Kunden, die ‘Fleisch ist mein Gemüse’ gekauft haben, haben auch folgende Bücher gekauft..."? Und eine E-Mail zwischen zwei Personen ist keine Social Software (weil nicht öffentlich), aber was ist, wenn eine weitere Person in CC steht? Anscheinend ist Social Software nicht eindeutig auf bestimmte Internetdienste, Anwendungen oder Angebote beschränkbar, sondern liegt irgendwie quer zu diesen gängigen technikzentrierten Typisierungen.
  3. Die Komponente "interpersonale Kommunikation" stört insofern, also z.B. Tools wie kollaborative Verschlagwortungssysteme oder Wikis nicht dem gängigen Muster der one-to-one-Kommunikation entsprechen; hier findet keine direkte wechselseitige Bezugnahme der Kommunikationspartner statt, sondern die Aktion eines Nutzers kann als Ausgangspunkt für weitere kommunikative Handlungen dienen, deren Akteur aber nicht bestimmt ist (ich bin kein Luhmannianer, aber trotzdem kommt mir hier sofort der Begriff der Anschlußkommunikation in den Sinn).

Und nun? Eine Definition von Social Software entlang klassischer kommunikationswissenschaftlicher Unterscheidungen erweist sich als problematisch, wenn nicht hoffnungslos. Kommen wir weiter, wenn wir uns dem Begriff praxistheoretisch nähern, also anschauen, welche Gemeinsamkeiten im tatsächlichen Gebrauch von Social Software auftreten? Versuchen wir’s.. :)

Ich würde behaupten, dass Social Software drei unterschiedliche Zwecke für den Nutzer erfüllen kann

  • Informationsmanagement: Sie ermöglicht es, online verfügbare Informationen zu finden, zu bewerten und zu verwalten.
  • Identitätsmanagement: Sie ermöglicht es, sich selbst (bzw. Aspekte seiner Selbst) im Internet darzustellen
  • Beziehungsmanagement: Sie ermöglicht es, Kontakte zu anderen abzubilden, zu pflegen und neu zu knüpfen

Nicht alle Formen von Social Software unterstützen diese Zwecke in gleicher Weise, bei manchen mag der Fokus auf einer oder zwei der Dimensionen liegen, während andere eher weniger unterstützt werden. Möglicherweise - nein: höchstwahrscheinlich - unterscheiden sich auch einzelne Personen danach, welchen Nutzen sie sich von bestimmten Tools versprechen. Wenn man es grafisch darstellen will, könnte das z.B. wie folgt aussehen:

socialsoftwaredreieckv1.gif

Achtung: Diese Abbildung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, noch auf Exaktheit - und ob Social-Software-Dreieck ein so guter Name ist, weiss ich auch nicht so recht. Aber sie zeigt, wie man die Dreidimensionalität der Social Software im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten visualisieren kann (dass das grafisch noch etwas schöner geht, steht auch ausser Frage…).

Zusätzlich zu den drei Einsatzzwecken von Social Software können weitere Bedingungen hinzukommen, die für eine Definition wichtig sind: smi zitiert zwei aus unserer Diskussion in Stuttgart:

  • Zugang zu (Teil-)Öffentlichkeiten sowie
  • Persistenz

Hmm, ‘Persistenz’ als Definitionsmerkmal aufzunehmen, halte ich insofern für problematisch, weil dann synchron-flüchtige Kommunikationen (wie der Chat) ausgeschlossen würden, die ich zu Social Software zählen würde. Ich denke auch, dass der Begriff gar nicht notwendig ist, sondern in den Aspekt der Öffentlichkeit gefasst werden kann, weil beide Aspekte viel miteinander zu tun haben: Die Persistenz von Texten (in einem sehr weit gefassten Sinn, das können auch Bilder, einzelne Schlagworte, etc. sein) ist m.E. Voraussetzung für das Entstehen von (Teil)Öffentlichkeiten in asynchronen Kommunikationsumgebungen. Erst wenn Texte über einen Zeitraum hinweg verfügbar sind (und möglicherweise auch noch als ‘Microcontent’ einzeln addressierbar sind), können sich andere Personen per Hyperlink darauf beziehen und sie als Ausgangspunkt für eigene Kommunikationen nutzen. Persistenz von Texten erzeugt also Sichtbarkeit - zumindest potenziell, denn soziale Mechanismen der Aufmerksamkeitsfilterung sorgen dafür, dass nicht jeder Text für alle immer sichtbar ist. Hier kommen die Relationen ins Spiel, die beim Einsatz von Social Software entstehen: Netzwerke von hypertextuellen Verbindungen (also Links) und sozialen Beziehungen. Diese fundieren (Teil)Öffentlichkeiten, weil sie Menschen auf bestimmte Texte lenken. Alleine das Wechselspiel von Hyperlinks und sozialen Beziehungen bei der Fundierung von (Teil)Öffentlichkeiten wäre einen weiteren langen Eintrag wert, siehe z.B. den Hinweis auf die "super publics" bei danah boyd..

Nun, um diesen Beitrag zu einem vorläufigen Ende zu bringen - wie wäre es mit folgender Definition:

  • "Social Software sind solche internetbasierten Anwendungen, die Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in den (Teil)Öffentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke unterstützen."

Oder, um den Fokus weg von der ‘Anwendung’ zu bekommen:

  • "Social Software unterstützt Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in online-basierten (Teil)Öffentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke."

Wie gesagt: Diese Gedanken stehen zur Diskussion, insbesondere zur Falsifikation bereit: Gibt es Aspekte von oder Beispiele für Social Software, die hiermit nicht erfasst werden? Gibt es Dinge, die unter diese ‘Definition’ fallen, aber keine Social Software sind? Was fehlt bei dem Definitionsversuch, was ist möglicherweise überflüssig?

 



  1.  
    Conny2
    März 25, 2006 | 5:47 pm
     

    “…in gewisser Weise muss man sogar darauf bestehen, dass jede Software sozial ist, denn Software wird von Menschen in Bezug auf bestimmte Handlungszwecke hin entworfen und weiter entwickelt, ist also Produkt sozialen Handelns. ”

    ha! erwischt! erst glaubst du mir nicht, und zwei wochen später sagst du genau dasselbe. jetzt schuldest du mir eine fußmassage ;-)

  2.  
    Jan Schmidt
    März 25, 2006 | 5:52 pm
     

    So macht die Auseinandersetzung über wissenschaftliche Definitionen Spaß! :)

  3.  
    März 26, 2006 | 1:23 pm
     

    Wir hatten ja auch schon einmal darüber gesprochen, als ich deinen Artikel Korrekturlesen muss … ähm durfte *g* Die Definitionsversuche, die mir von diesem Gespräch noch im Kopf sind, fand ich alle nicht so schön. Die zweite Definition, die du jetzt hier präsentiert hast, finde ich überaus passend, muss ich sagen, weil es, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, genau diese drei Komponenten sind, auf denen ich bei social software immer wieder gerne herumreite. Quasi als der Quaterback der Definition ;) Ich würde jedenfalls die zweite “vorläufige” Defintion irgendwo abdrucken.

  4.  
    Pascal
    März 27, 2006 | 1:16 am
     

    Ein interessanter Artikel!
    Gefallen tut mir die Aufteilung der unterschiedlichen Funktionen von Social Software (SoSo).
    Die Grafik ist auch interessant, aber erklärungsbedürftig: hier wird SoSo mehr weiter ausdifferenziert im Sinne von „wie viel erfüllt sie von dem einen Zweck _im_Verhältnis zu den anderen Zwecken“. Sie gibt also keine Auskunft über absolute Funktionalität in den einzelnen Bereichen an. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie nicht informativ ist.

    Dann: Der Wert oder Nutzen einer Definition hängt immer stark von ihren Gebrauch ab. Also wofür soll sie verwendet werden? Und hier stellt sich mir die Frage, ob die Definition eine dichotome Trennung auftun sollte. Ist eine Software eine SoSo? Muss man diese Frage mit ja/nein beantworten können? Gerade wenn man z.B. Veränderungen des Internets nachvollziehen möchte, erscheint mir ein „mehr oder weniger“ der „Sozialität“ von Software handhabbarer. Eine dichotome Definition lässt nur einen Wandel im quantitative Auftreten von SoSo zu. Nicht eine qualitative Veränderung wie Software wird „sozialer“. Aber dass ist, wie schon gesagt eine Frage des Gebrauchs der Definition.

    „…die Informations-, Identitäts- UND Beziehungsmanagement…“
    Ist es notwendige Bedingung, dass SoSo allen drei Zwecken dienen können muss? Oder sollte da nicht eher ein „und/oder“ hin? Falls SoSo allen Zwecken dienen soll: inwiefern dient ein Wiki dem Identitätsmanagement?
    Falls SoSo nur einen Zweck erfüllen muss, gehört nach der vorletzten Definition auch Frontpage oder jeder andere hmtl-Editor dazu? Schließlich kann man eine private, statische Homepage zu erstellen und damit Identitätsmanagement zu betreiben. Oder beinhaltet Identitätsmanagement Interaktivität? Auch personale Beziehungen lassen sich durch Text und Links abbilden (sofern die gemeinte Person auch mit einer Internetpräsenz ansprechbar/“verlinkbar“ ist).
    Zum Schluss noch eine Kleinigkeiten: muss soziale Software internetbasiert sein? Wikis werden wohl primär im Internet eingesetzt, sind aber genauso in organisationsinternen Netzwerken denkbar. Und auch wenn bislang vielleicht von noch nicht so großer Bedeutung: Handys können auch untereinander „kommunizieren“ ohne das Internet zu nutzen und sind damit potentielle Objekte auf denen Social Software einsetzbar ist.

  5.  
    Jan Schmidt
    März 27, 2006 | 11:21 am
     

    Pascal, danke für den ausführlichen Kommentar - viele wichtige und bedenkenswerte Punkte!

  6.  
    Nicole Hoffmann
    März 29, 2006 | 1:34 pm
     

    Hallo aus Koblenz,
    vielen Dank für diese interessanten Definitionsvorschläge.
    Was ich in diesem Zusammenhang auch bedenkenswert finde, ohne gleich für eine dahingehende Erweiterung der Definition zu plädieren, sind folgende Aspekte:
    1. Meinem Eindruck nach taucht der Begriff “social software” oftmals in Zusammenhängen von Non-Profit, free software oder im Kontext öffentlicher meinungsbildender Diskurse auf. Besteht demnach in der Art des Gebrauchs in einigen Debatten eine (ggf. implizite) Dimension von SoSo in der Annahme, dass damit zumindest nicht primär kommerzielle Interessen verfolgt werden?
    Dies würde eine andere Bedeutungsnuance von “sozial” in der Vordergrund rücken - etwa im Sinne einer (wenn auch nicht ausschließlichen) Orientierung am “Gemeinwohl” oder am den Eigennutz übersteigenden Wohl einer Gruppe.
    2. Wäre nicht auch zu berücksichtigen, inwiefern “social SOFTWARE” “unterstützt”;
    also ein deutlicher Bezug auf das spezifische Leistungsvermögen der I+K-Technologie im Hinblick auf das Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement?
    Beispielsweise in Richtung von: My working definition of social software…
    Posted May 8, 2003 ; (http://www.plasticbag.org/archives/2003/05/my_working_definition_of_social_software.shtm)l

  7.  
    April 4, 2006 | 2:05 pm
     

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  8.  
    April 4, 2006 | 9:27 pm
     

    Hey Jan! Wollte mich schon längst mal auf Deinen beitrag zu Wort gemeldet haben und Du weisst ja wie das manchmal immer ist. ;-)

    Ich finde Deine Herangehensweise sehr gut und die Art der Problemorientierung sehr nah am Gegenstand. Mit dem Social Software Dreieck und dem Definitionsversuch 2 kann ich mich sehr gut anfreunden, Du hast dort zentrale Aspekte aufgegriffen und sinnvoll zueinander in Beziehung gesetzt. Die Frage danach, wie griffig solche Definitionversuche für den nicht-wissenschaftlichen Kontext sind brauche ich hier nicht beantworten. Hierzu wird sich zu gegebener Zeit schon der richtige Nicht-Wissenschaftler melden und sich gebührend damit auseinandersetzen. Ich denke Du weisst, auf was ich anspiele ;-)

    Jedenfalls bin ich der Überzeugung dass die Grundlage Deines Entwrufs schonmal sehr weit trägt. Ein Aspekt den man noch bedenken sollte ist, dass die jetige Definition egozentrisch vorgeht: Also was ist Social Software aus Sicht der Einzelperson. Mir scheint eine weitere Ebene sehr wichtig, die Social Software und das damit Mögliche aus der Gesamtphänomen-Perspektive beleuchtet. Konkreter kann ich grade leider nicht werden, da das Schreiben dieses Kommentars 1000 neue Ideen in meinem Kopf entstehen lässt und gleichzeitig 200 Meter weiter ein kühles Bier darauf wartet, von mir bestellt zu werden. ;-) Aber lass uns bei Gelegenheit an das Thema nochmal anknüpfen.

  9.  
    Juli 24, 2006 | 3:08 pm
     

    […] Grundsätzlich fand ich den Workshop sehr gelungen, weil er ganz unterschiedliche Disziplinen (darunter Betriebs- bzw. Organisationswissenschaft, Soziologie und Informatik) zusammenbrachte und sehr anregend war. Kritisch würde ich anmerken wollen: Obwohl sich die Vorträge alle mit dem Thema “Social Software” bzw. einzelner Teilbereiche (insbesondere Wikis und Folksonomies) auseinandersetzten, gab es m.E. keine wirklichen Versuche, den Begriff zu definieren; meist wurde nur eine Auflistung präsentiert, was denn alles unter diesen Begriff fallen könnte, ohne auf Gemeinsamkeiten oder Grundprinzipien zu abstrahieren. Dabei hätte ich es sehr interessant gefunden, Vorschläge der unterschiedlichen Disziplinen zu hören und miteinander zu vergleichen. Ich habe meinen eigenen Definitionsversuch (”Social Software sind internetbasierte Anwendungen, die Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement in den (Teil)Öffentlichkeiten hypertextueller und sozialer Netzwerke unterstützen.“) zwar in der Diskussion kurz eingebracht, ohne dass es aber zu einer weitergehenden Auseinandersetzung gekommen wäre. Hilfreich fand ich in diesem Zusammenhang allerdings die einleitenden Bemerkungen des Moderators Dennis Mocigemba, der einige Grundzüge des Begriffs skizzierte und seine Geschichte bis in die 60er Jahre zurückverfolgte (und dabei auf u.a. Joseph C.R. Licklider und Douglas Engelbart verwies). […]

  10.  
    August 28, 2006 | 6:43 pm
     

    […] Anschließend fahre ich nach Wien, wo ich hoffentlich am Wochenende Zeit finde, beim Barcamp Vienna vorbei zu schauen. Am 2./3.10. findet dann die “BlogTalk reloaded” statt, die ich mit Thomas N. Burg organisiere. Ich beteilige mich mit einem Vortrag zu “Social Software: Facilitating information-, identity- and relationship management” am Programm; das wird ein eher grundsätzlicher Versuch, mein Verständnis von Social Software (und der daraus erwachsenden Konsequenzen) mal international zu präsentieren - also eine ausgereiftere, systematischere und englischere Fassung dieser Gedanken hier. […]

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