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Morgen ist die Stichwahl, die darüber entscheidet, wer neuer Bamberger Oberbürgermeister wird - und ganz ehrlich: Ich bin ganz froh darüber, dass der Wahlkampf dann endlich rum ist..
Gestern hatten wir unseren letzten Infostand vom Ortsverein Berg, diesmal mit deutlich besserem Wetter als noch vor zwei Wochen, als wir drei Stunden in einem Schneesturm ausgeharrt hatten - die beiden Fotos zeigen den Unterschied recht deutlich.

Winter soweit das Auge reicht

Frühling allerorten
Von einem öffentlichen Wahlkampf der Kandidaten konnte aber im Grunde keine Rede mehr sein. Der FT hat nochmal ausführliche Interviews mit den beiden Kandidaten geführt, am Freitag war Peter Neller dran. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um die Querelen, die nach dem ersten Wahlgang innerhalb der CSU ausgebrochen sind; ich hab das aufgrund meiner Konferenzreise gar nicht so richtig verfolgen können, aber es gab anscheinend Rücktrittsforderungen an Neller (der auch Fraktionsvorsitzender im Stadtrat ist) bzw. einige CSU-Stadträte hatten angedroht, aus der Fraktion auszutreten und Andreas Starke zu unterstützen, wenn Neller seinen Posten behalten wolle. Das ganze schlug so hohe Wellen, dass sich die Bayernpartei als größerer Rückhalt denn die CSU verstand. Selbst die SZ und die BILD Nürnberg berichteten darüber (hat irgendjemand Kopien bzw. URLs der Artikel?).
Im Interview beklagt Neller die "Heckenschützenangriffe" und erteilt gleichzeitig den Rücktrittsforderungen eine Absage. Mal sehen, was dann ab nächster Woche passiert; seine einzige Hoffnung ist in meinen Augen, dass er ein besseres Ergebnis als die 25 Prozent aus dem ersten Wahlgang erzielt und so eine ‘ehrenvolle Niederlage’ einsteckt.
Schön zu lesen, dass er sich aber von der "Wahlinitiative bürgerliches Bamberg" bzw. deren anonymen Brief distanziert:
Der rote Brief, der am Abend vor der Wahl in den Briefkästen gelandet ist, wurde selbst von CSU-Mitgliedern gebrandmarkt. Sind Sie dafür verantwortlich oder der Kreisvorsitzende Christian Lange?
Es gibt immer einen offiziellen Wahlkampf und einen inoffiziellen Wahlkampf. Dieses Flugblatt war mit Sicherheit nicht Teil des offiziellen Wahlkampfs, weil niemand mir zutraut, dass ich so Wahlkampf führe. Das habe ich sonst nicht getan und hätte es in dieser Frage auch nicht getan. Auch der SPD-Bewerber wird das nicht anders sehen. Ich lege Wert auf eine sachliche Auseinandersetzung. Hier waren offensichtlich Leute, die es gut mit mir gemeint haben, der Ansicht , es müsste polarisiert werden. Aber das ist nicht mein Stil.
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