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Am kommenden Freitag werde ich einen kurzen einführenden Vortrag über Weblogs bei der Bamberger FDP halten. Eigentlich ja nicht meine Partei, aber ich bin ja auch nicht als politischer Aktivist, sondern als Wissenschaftler eingeladen..
Hier der Text der Pressemitteilung:
Der AK “IT und neue Medien” der Bamberger FDP lädt am kommenden Freitag, 7.4.2006 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema “Chancen des Internets für die demokratische Meinungsbildung - Weblogs auf dem Weg zum Massenmedium” ein. Referenten werden der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Bayern, Martin S. Hagen aus München, der Bamberger Kommunikationswissenschaftler Dr. Jan Schmidt und der Arbeitskreis-Sprecher Achim Hecht - alle drei selbst “Blogger” - sein. “Dabei soll es u.a. darum gehen, was Weblogs überhaupt sind und welche
Chancen sie bieten”, so Hecht. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im großen Konferenzsaal des Palais Schrottenberg, Kasernstraße 1, in
Bamberg. Alle Interessierten sind willkommen.
[Update] Inzwischen ist die Veranstaltung rum, es waren etwa 15 Gäste da, würde ich tippen, davon wohl etwa die Hälfte aus der örtlichen FDP, der Rest interessierte Gäste. Ich habe mich - wie üblich bei solchen Gelegenheiten - völlig verplaudert und etwa eine Stunde statt der geplanten 30 Minuten über die Grundlagen von Weblogs geredet. Martin S. Hagen hat relativ kurz etwas zu seinem Weblog erzählt, und Achim Hecht dann etwas länger einige Weblogs live vorgestellt (die, die bei ihm unter “Blogfavs” genannt sind). Da die eher aus dem liberal-libertär-proamerikanischen Spektrum kommen (und überhaupt nicht meiner politischen Einstellung entsprechen), habe ich mit der Vorstellung von lautgeben.de und Ulrich Kelbers Blog gekontert, als ich über Politblogs sprach..
Alles in allem war es aber eine sehr unaufgeregte und unideologische Veranstaltung, die den Teilnehmern (größtenteils Neulinge, was das Bloggen angeht) einen Einblick in dieses neue Kommunikationsformat gegeben hat. Und das ist auch gut so.
Ja, ich hab auch grad die Infomail bekommen…
Wieso bin ich eigentlich immer nicht im Lande, wenn Du vorträgst? Dabei würd’s mich glatt mal interessieren… *seufz*
Lieber Jan Schmidt, ich weiß nicht, was Dich veranlasst, mit zwei FDP’lern ins Bett, bzw. aufs Podium zu steigen, vielleicht ist es die gemeinsam seit Jahrzehnten erduldete Opppositionsrolle in Bayern, die Dich eine gewisse Nähe zu dieser Partei empfinden lässt.
Da ich davon ausgehe, dass Du auch die Blogs von Hecht und Hagen kennst, frage ich mich umso mehr, was Du mit denen zu schaffen hast? Das Interesse an den „Möglichkeiten der politischen Willensbildung via Blog“, wie zu lesen ist? Dann allerdings muss ich Dir sagen, bist Du mit diesen Herren schlecht beraten.
Auch wenn Du, wie Du sagst, nicht als „politischer Aktivist“, sondern als „Wissenschaftler“ dort vortragen willst: Dir ist schon klar, wem Du da eine Art wissenschaftlicher Legitimation zuteil werden lassen willst?
Martin Hagen, z.B. tut sich unter anderem hervor als Co-Autor bei den so genannten „Freunden der offenen Gesellschaft“, einer marktradikalen Vereinigung von angeblich „pro-westlichen, pro-israelischen, pro-kapitalistischen“ Hayekianern, die m.E. nichts anderes verfolgen als die umfassende Zerstörung dieses Sozialstaats.
Und Achim Hecht, der „Kollege“ aus Bamberg ist ein Wolf, der Kreide gefressen hat, momentan. Er hat sich u.a. hervorgetan durch den eher peinlichen Versuch, einen angesehe Blogger zu diffamieren und denunzieren. Auch scheint er zu einer Fraktion gescheiterter NE-Existenzen zu gehören, die ihren Frust durch extremen Marktradikalismus zu kompensieren trachtet. Dass er eine zweifelhafte Figur auch in der Bamberger FDP ist, hat er durch sein Mitwirken beim Putsch gegen die ehemalige FDP-Führung Bamberg im vergangenen Jahr hinreichend bewiesen.
Beide kommentieren darüber hinaus auch auf dem Blog eines Marburger Finanzwissenschaftlers, der – sich noch zurückhaltend – Gewerkschaften als „stalinistische Organisationen“ verunglimpft und es zulässt, dass a.a.O. Einwanderer als „Migger“ (die denken in Wahrheit M=N) bezeichnet werden.
Mit Leuten aus solchen Kreisen auf einem Podium würde ich mich jedenfalls nicht wohl fühlen.
Wie es Dir ergangen sein wird? Ich bin gespannt auf eine Nachlese…
Und, Jan, wie schmeckt es, dem Hecht den Arsch zu lecken? Hm? Schöne Leistung!
Und, Raskolnikoff, wie fühlt es sich an, anonym rumzutrollen? Noch viel bessere Leistung, würde ich sagen.
Jan, ich möchte mich entschuldigen, dass meine Trolle hier in Deinem Blog trollen. Vielleicht gebe ich ihnen auf Antibuerokratieteam nicht genug Raum? Bin nicht liberal genug? Du als Soze bist viel liberaler? Allzo des geht fei net! ;P
“Kleine Gedächtnisstütze für heute Abend:
Blogfavs … Sozioproktologen, Sozis und Sozi Pythons … politisch inkompetente Trolle … Linksextreme und Trollhirten … steht bei Achim Hecht in den Kommentaren in Bezug, auch auf mich. Man fragt sich, wer da bitteschön die Trolle sein sollen.
Ich würde Dir, Jan, wirklich raten, Dich das nächste Mal vorher mit den Texten derer auseinanderzusetzen, mit denen Du Dich gemein machst.
Don, ich glaube, wir haben da einfach eine unterschiedliche Auffassung von “gemein machen” bzw. bewerten meine Teilnahme an der Veranstaltung der FDP völlig unterschiedlich. Ich mache mir die Meinungen und die Ideologie der Partei, oder einzelner Vertreter nicht zu eigen, wenn ich dort als (vom Veranstalter angefragter) Kommunikationswissenschaftler einige grundsätzliche Dinge über Weblogs erzähle.
Ok, und weil ich überhaupt kein Interesse daran habe, dass mein Blog nun ein Schauplatz für die Lagerkämpfe zwischen den verschiedenen Camps wird, mach ich (zum ersten Mal) die Kommentare zu diesem Beitrag dicht.