Podcasting bei k@g

Posted on Dienstag 13 Juni 2006

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Im Online-Journal kommunikation@gesellschaft ist der dritte Beitrag dieses Jahres erschienen:

Mocigemba, Dennis (2006). Warum sie selber senden: Eine Typologie von Sendemodi im Podcasting. In: kommunikation@gesellschaft, Jg. 7, Beitrag 3. Online-Publikation: http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B3_2006_Mocigemba.pdf

Dennis Mocigemba setzt sich in dem Aufsatz, der aus einem Vortrag bei der GOR 2006 hervorging, mit dem relativ neuen Phänomen des Podcasting auseinander. Nach einführenden Bemerkungen zur Definition von Podcasting diskutiert er im Hauptteil des Aufsatzes eine Typologie von sechs verschiedenen "Sendemodi", die er auf der Grundlage von ausführlichen qualitativen Interviews gewonnen hat. Hier die Zusammenfassung:

Podcasting gilt nach Weblogging als die vorläufige Kulmination der so genannten Gras­wurzelkommunikation. Menschen ohne professionelle Erfahrung in der Medienbranche wer­den zu Sendern. Was sind ihre Beweggründe und Ambitionen, was ihre ästhetischen An­sprüche? Warum verwenden sie beachtliche zeitliche und finanzielle Ressourcen auf die Pro­duktion von Audio- oder Videomaterial für Fremde? Warum gehen sie die informelle Ver­pflichtung ein, einer in Größe und Zusammensetzung unbekannten, manchmal feindseligen Öffentlichkeit regelmäßig Sendungen anzubieten? Diese Fragen untersucht die vorliegende qualitativ-explorative Studie unter deutschsprachigen, privat produzierenden Podcastern. Es wird eine Typologie von sechs Sendemodi vorgestellt, deren Typen (Explorer/No-Necesito, Personality Prototyper, Journalist/ThemenCaster, Rebell, Social Capitalist und Social Gambler) detailliert beschrieben sowie um Zitate aus Interviews und kurze theoreti­sche Exkurse ergänzt werden. Als hermeneutisches Instrument dient diese Typologie dazu, das soziale Phänomen Podcasting aus der Perspektive der Sender besser zu verstehen.

Als Mit-Herausgeber von k@g freut es mich, dass dieser Aufsatz bei uns erschienen ist, weil er wichtige Grundlagen für eine akademische Beschäftigung mit dem Podcasting liefert. Auch wenn Dennis Mocigemba keine explizit praxistheoretische Studie vornimmt, steht bei ihm doch die Auseinandersetzung mit Formen und Konsequenzen des Gebrauchs dieser neuen Medientechnologie im Vordergrund, wodurch seine Gedanken und Befunde gut anschlussfähig an meinen Zugang sind.



  1.  
    Juni 13, 2006 | 8:45 pm
     

    jetzt podcastet ja sogar die bundeskanzlerin. find ich wirklich klasse das podcast. ist nett, mal im internet nicht nur zu lesen sondern die stimme eines bloggers zu hören. kann man sich gleich den menschen besser vorstellen.

  2.  
    Jan Schmidt
    Juni 13, 2006 | 11:50 pm
     

    Rezepte-gratis, hast Du auch einen Namen? Oder wolltest Du nur den Link zu Deiner Webseite loswerden? Wenn Du einen Namen hast, füg ich auch den Link wieder ein… :)

  3.  
    Juni 16, 2006 | 11:04 pm
     

    […] Das Ganze ist lesenswert und wird sicher nützlich sein für die Überlegungen, in welchen Formen Podcasting in formale Lernprozesse integriert werden kann - und was dabei von den “Produzent/inn/en” zu lernen ist (via Weblog Kulturwissenschaftliche Technikforschung und Bamblog). Dennis Mocigemba: Warum sie selber senden: Eine Typologie von Sendemodi im Podcasting […]

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