“Braucht unsere Gesellschaft die Soziologie?”

Posted on Mittwoch 26 Juli 2006

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Die Überschrift ist der Titel eines Vortrags, den Prof. Stefan Hradil (Uni Mainz) anläßlich des fünfjährigen Jubiläums des Vereins “Absolventen der Bamberger Soziologe” (ABS) Anfang Juli in Bamberg gehalten hat. Er entwickelt und diskutiert darin vier Thesen:

1. Soziologie wird in sehr unterschiedlicher Funktion gebraucht. Deswegen sollte es auch unterschiedliche Arten von Soziologie geben.
2. Über all diese Unterschiede hinweg ist Soziologie eine problemlösende Disziplin. Deswegen sollte die Soziologie sehr genau auf externe Problemdefinitionen hören.
3. Die Soziologie beschäftigt sich bekanntlich mit dem, was zwischen Menschen vorgeht. Diesen Gegenstandsbereich teilt sie aber teilweise mit anderen Disziplinen. Sie zeichnet sich vor diesen dadurch aus, dass sie die Dinge im Zusammenhang sieht. Deswegen sollte sie vorsichtig sein, Arbeitsfelder z.B. an die Politikwissenschaft oder an die Wirtschaftswissenschaften abzugeben.
4. Die Soziologie kann weniger als die anderen Disziplinen darauf vertrauen, dass ihre Befunde abgeholt werden. Deswegen muss die Soziologie auf Interessenten und auf die Öffentlichkeit zugehen.

Der gesamte Vortrag ist hier abzurufen. Im Sozlog von Tina Günther, die auch Bamberger Soziologie-Absolventin ist, besteht auch die Möglichkeit zur Diskussion.



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