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In diesen Tagen soll das etwas ausführlichere re:publica-Programm veröffentlicht werden - ich bin zwischenzeitlich ein wenig “nach oben” gerutscht und werde am ersten Tag einen der einleitenden Vorträge halten. Ich habe ein wenig hin und her überlegt und mich letztlich dafür entschieden, über einige besonders populäre und hartnäckige “Mythen der Blogosphäre” zu sprechen; hier schon mal der abstract:
Mythen der Blogosphäre
Die deutschsprachige Blogosphäre ist im Lauf der vergangenen Jahre so stark gewachsen, dass es inzwischen kaum noch sinnvoll ist, von „dem Weblog“ zu reden. Vielmehr existieren zahlreiche Varianten: Persönliche Online-Journale und thematisch spezialisierte Angebote, Blogs von Austauschstudenten, IT-Expertinnen, Bürgermeisterkandidaten und Strickbloggerinnen. Manche wollen mit ihrem Blog überzeugen, andere wollen Geld damit verdienen, wieder andere wollen ihre Leser unterhalten oder einfach nur den Kontakt zu Menschen halten, mit denen sie bestimmte Interessen teilen. Auf einem relativ simplen technischen Format bauen also ganz unterschiedliche Nutzungsweisen auf – und dennoch tauchen in der Diskussion um Weblogs immer wieder bestimmte Mythen auf, was denn nun die Blogger, das Weblog oder die Blogosphäre genau ausmache. „Blogger sind übergewichtig und haben Dreitagebart“, „Weblogs bilden eine kritische Gegenöffentlichkeit“ oder „99 Prozent aller Weblogs sind Müll“ sind populäre Beispiele, denen sich dieser Vortrag widmet und fragt: Wer setzt sie in die Welt, worin besteht ihr wahrer Kern, und wo liegen sie falsch?
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