Abmahnung erhalten

[Upate 21.4., 20.40 Uhr]

In einem aktuellen Beitrag schildere ich, wie die Sache ausgegangen ist und welche Lektionen ich gelernt habe.

[Update 4.4., 21.30 Uhr]

So, inzwischen habe ich ein Gespräch mit meinem Anwalt führen können, um die Sache zu besprechen. Ich habe ihm geschildert, welche Kreise diese Sache inzwischen zieht und mich beratschlagt, was ich dazu sagen kann und was nicht. Mir ist klar, dass viele Leute gerne mehr wissen wollen, folgendes kann ich sagen:

a) Weil einige nachgefragt haben: Der Gegenstandswert/Streitwert beträgt 10.000 Euro. [Update später in der Nacht: Der Streitwert entspricht nicht dem Betrag, den ich zahlen müsste, wenn ich das alles akzeptiere. Er dient erstmal als eine Art Richtschnur, und nach ihm bemisst sich die Höhe der evtl. von mir zu begleichenden Anwaltsrechnungen (die wären bei einigen hundert Euro) sowie die Höhe einer möglichen Strafe, sollte ich das abgemahnte Verhalten nochmal zeigen. Eine ausführlichere Erläuterung findet sich z.B. hier.]

b) Ich habe bisher sehr genau darauf geachtet, den Namen des betreffenden Unternehmens nicht zu nennen. Kurz nach dem Gespräch mit dem Anwalt habe ich gesehen, dass ein Kommentator hier im Blog einen Link zu einer Google-Cache-Seite gepostet hat und den Namen nannte; den Kommentar habe ich editiert – mir ist klar, dass ich niemandem verbieten kann, im Netz zu recherchieren, aber ich kann in meinem eigenen Blog kontrollieren, was hier veröffentlicht wird, und ich kann, sobald ich von Kommentaren Kenntnis bekomme, diese auch wieder löschen. Bitte respektiert das. Danke! :)

c) Ich kann den Vorgang, der zu ganzen Sache führte, versuchen zu umschreiben:

Stellt Euch vor, es gibt eine “Eisdiele Eberlein” in Essen, die Freunde von mir (das Ehepaar Glücklich) vom Vorbesitzer Werner Eberlein übernommen haben; weil diese Eisdiele schon länger existiert und recht bekannt in Essen ist, nutzen sie den Namen weiter. Ich will diese Eisdiele bei Qype einstellen. Dazu wähle ich “Beitrag schreiben”, gebe als ersten Schritt “Eberlein, Essen” in eine Suchmaske ein (möglicherweise hat ja schon jemand anders was dazu geschrieben?) und bekomme von Qype (aus einer externen Datenbank?) eine Reihe von Vorschlägen genannt. Zu keinem gibt es bisher einen Eintrag; bei allen taucht “Eberlein” im Namen auf, und darunter ist (neben einer Eisfabrik und einem Kurzwarengeschäft) auch eine “Eisdiele Eberlein”. Ich wähle diese aus und verfasse meinen Beitrag, in den ich schreibe: “Die bekannte Eisdiele Eberlein wird seit kurzem vom Ehepaar Glücklich geführt (Disclaimer: Das sind Freunde von mir), und die machen sehr leckeres Eis.” Den Namen und die Straße lasse ich unverändert; weil ich aber sehe, dass noch keine Telefonnummer und keine Webseite eingetragen ist, ergänze ich die Angaben von der Homepage der “Eisdiele Eberlein” (unter Führung meiner Freunde Glücklich) und veröffentliche den Beitrag.

Dummerweise wusste ich nicht, dass es zwei “Eisdielen Eberlein” in Essen gibt. Mir wurde nur eine von Qype angezeigt; die ist aber von Marius Eberlein und hat eine andere Strassenadresse als die “ex-werner-eberlein-nun-glücklich”-Eisdiele. Weil mir nicht klar war, dass es zwei gibt, habe ich auf die Strassenadresse und den ‘Marius’ gar nicht geachtet, sondern bin davon ausgegangen, dass das die ex-werner-eisdiele ist; wie gesagt die einzige, von der ich wusste. Marius Eberlein wundert sich nun, dass bei Qype “Eisdiele Eberlein, Marius Eberlein” und seine Straße steht, aber eine Telefonnummer & Webseite der Konkurrenz sowie der Hinweis, dass die Eisdiele Eberlein unter neuer Führung steht.

Der Rest der Geschichte ist bekannt; auch die Sicht der Gegenseite dank der beiden Kommentare des Rechtsanwalts in diesem Beitrag.

[Update 4.4., 10.30 Uhr] Heute morgen hat sich der Rechtsanwalt des Gegners in den Kommentaren bei mir und im Qype-Blog gemeldet. Die E-Mail-Adresse (die ja nur ich als Admin sehe) stimmt mit der im Schreiben überein. Zu der Sache selbst sage ich nichts, aber zumindest ist jetzt etwas deutlicher geworden, wie die Gegenseite die Sache sieht.

[Update 3.4. 23.45 Uhr] Oha, die Sache zieht ja ordentliche Kreise – gerade habe ich die ganzen Trackbacks zu diesem Eintrag abgeklappert und auf das Update hingewiesen, jetzt sehe ich bei Technorati, dass ca. 20 weitere Blogs die Geschichte aufgegriffen haben, und das wird die nächsten Tage vermutlich noch weitergehen… in der Blogbar hab ich dies grad schon geschrieben:

(…) Und mal völlig unabhängig von AGBs/AAl etc. (auch wenn das natürlich alles relevant wird, wenn es hart auf hart kommt): Die Qype-Leute haben mich sehr schnell kontaktiert, im Blog und per Mail, worüber ich sehr froh bin. Ich konnte nur eben wg. offline nicht direkt reagieren – deswegen mussten Sie auch einen etwas nebulösen Text in ihr offizielles blog stellen, der möglicherweise viele Leute etwas beunruhigt. Ich hoffe, dass ich es mit diesem Kommentar etwas klären konnte – den Vorwurf, qype würde sich “geschwind vom Acker machen, wenn es ernst wird”, finde ich nicht gerechtfertigt, ich erlebe gerade das Gegenteil.

[Update 3.4., 23 Uhr] Natürlich passieren solche Sachen dann, wenn man auf Achse ist, viel in Workshops und Zügen verbringt – deswegen komme ich erst jetzt dazu, kurz was zu schreiben.

Zunächst: Ganz herzlichen Dank an alle für Eure aufmunternden Kommentare hier bzw. per Mail, die mir schon mal weiter geholfen haben. Ich habe jetzt am eigenen Leib erfahren, dass auch lockere Netzwerke im Web 2.0 Unterstützung und Hilfeleistung bieten können.. :)

Seht mir bitte nach, dass ich in dieser schwebenden Sache im Moment nicht sonderlich viel öffentlich sagen will, nur soviel: Es ist nicht so, dass ich in Qype eine negative Bewertung abgegeben hätte, die dem Betreiber eines Geschäfts/Lokals/Hotels nicht gepasst hätte und der mich deswegen abmahnt (was vielleicht viele von Euch auf den ersten Blick vermuten und deswegen auch möglicherweise in Sorge geraten sind). Es war vielmehr so, dass mir eine Dopplung/Namensgleichheit eines Ortes nicht aufgefallen ist… Alles weitere will ich morgen (Mi) mit meinem Anwalt und den (überaus hilfsbereiten!!) Leuten von Qype besprechen, dann kann ich evtl. etwas mehr sagen. Es handelt sich übrigens auch NICHT um den Eintrag zur Leipziger Pfefferkiste… :)

—-

Premiere: Ich habe vor einigen Stunden im Zusammenhang mit einem meiner Qype-Eintrag eine Abmahnung erhalten.

Allzuviel will ich jetzt nicht schreiben, nur soviel: Die Rechtsanwälte haben mir eine Unterlassungserklärung mitgeschickt, die ich bis zum 5.4. abgeben soll. Der eigentliche Gegenstand ist mir nicht so wichtig (es ist also nichts in dem Qpye-Eintrag, was ich jetzt auf Teufel komm raus aufrechterhalten will), aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Erklärung direkt unterschreiben soll, oder ob ich mich dadurch auf irgendetwas festlege, was ich später bereuen sollte. Tipps anyone?

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69 Antworten auf Abmahnung erhalten

  1. Philipp sagt:

    Ich hatte einmal ein Problem vor einiger Zeit mit einer unprofessionellen Werbe-/Webagentur. Da ich meine Zweifel an den angebotenen Produkten damals sehr sachlich gehalten habe, hätten sie mir nichts antun können. Zumindest war das meine Rechtsauskunft damals. Ich habs trotzdem unterschrieben, wollte mich nicht auf noch längere Gespräche mit einem ziemlichen Newbie in Sachen Webdesign einlassen bzw. mich nicht mit einem “Ich bin der Beste”-Geschäftsführer einlassen. Ich sitze hier allerdings in Österreich, also keine Ahnung wie das in Deutschland aussieht. Vorallem dürften wir hier ja nicht so eine Abmahnkultur haben.

  2. viola sagt:

    nicht unterschreiben, erst rechtsanwältliche rücksprache halten.
    ich hab auch grad eine abmahnung am hals; das problem ist laut meiner anwältin gar nicht unbedingt mein “vergehen” gewesen, sondern das unterzeichnen dieser erklärung.
    ein teures problem …

  3. Stefan sagt:

    Mich würde mal interessieren, was Qype selbst dazu sagt. Jenachdem wie das jetzt für dich aus geht und wie publik das wird, könnte das äußerst geschäftsschädigend für die sein…

  4. Mizz Foxxy sagt:

    Schau mal hier, vielleicht hilft Dir das erstmal weiter.

  5. Jan Schmidt sagt:

    Danke für die Hinweise und Links – ich hab grad mit einem Anwalt Kontakt aufgenommen und muss jetzt einfach mal sehen, was passiert und wann ich evtl. etwas mehr dazu schreiben kann. Vielleicht nur soviel: Ich habe in dem betreffenden Eintrag nichts in der Art geschrieben wie “Die Eisdiele Eberlein ist ekelhaft” (wo es also um die Frage nach zulässiger Meinungsäußerung oder so gehen würde), es ist ein Ticken komplizierter, was da passiert ist…

    Doofe Sache, vor allem weil auch Freunde von mir noch involviert sind… :(

  6. Adhominem sagt:

    Die Unterlassungserklärung nicht unterschreiben, sondern einen Anwalt zu Rate ziehen, oftmals unterschreibt man mit der Unterlassungserklärung ein Schuldeingeständnis und verzichtet auf die Möglichekit, sie anzufechten, das kann einen später beißen. Also: Anwalt fragen.

  7. Jan Schmidt sagt:

    Ui, ich seh grade, dass die Sache schon Kreise zieht… Ein Aprilscherz ist es leider nicht, aber wie gesagt auch ein wenig komplizierter. Ich kümmere mich jetzt erstmal um mein Tagwerk, das in Zusammenhang hiermit steht und schaue, was die nächsten Tage passiert..

  8. Majoran sagt:

    Auf alle Fälle gegen lesen lassen und im zweifelsfall umschreiben falls du die Abmahnung akzeptieren solltest.
    Bei meiner Abmahnung letztes Jahr hätte ich auch noch deutlich mehr zahlen müßen wenn ich nicht noch einen Anwalt hinzugezogen hätte. Billig war der “Spaß” leider trotzdem nicht.

  9. Pingback: thiema.com

  10. ute sagt:

    das qype-team ist informiert, bedauert die sachlage sehr und wir checken gerade alle möglichkeiten durch, wie wir helfen können!

    sehr zuversichtliche grüße

    ute!!!

  11. The Exit sagt:

    Manueller Trackback: http://blog.the-exit.net/article/918/abmahnungen-jetzt-wegen-qype

    Dieser Vorfall hinterlässt ein mulmiges Gefühl. Es wäre schön, etwas mehr über die Hintergründe zu erfahren. Vor allem, damit man einschätzen kann, welches Risiko man mit Beiträgen bei Qype etc. eingeht.

  12. Grundsätzlich keinesfalls unterschreiben, sondern an uns (QYPE) schicken. Wir helfen grundsätzlich jedem Qyper, der direkt angegangen wird. Mehr dazu demnächst in unserem Blog.
    Viele Grüße
    Stephan Uhrenbacher (Geschäftsführer Qype)

  13. Pingback: RA-Blog

  14. ute sagt:

    hallo, hier eine erste stellungsnahmen von unserer seite aus

    http://blog.qype.com/2007/04/03/abmahnung-gegen-jan-vom-bamblog/

    @jan: bitte sende mir deine telefonnummer: ute@qype.com

    melde mich dann bei dir – schlag einfach via mail eine zeit vor – lg ute

  15. ute sagt:

    Zur Info: Habe auch vorhin ein sehr langes, aufklärendes Telefonat mit “The Exit” geführt.

    Alles in Ordnung

    LG Ute

  16. Pingback: Marcel Janus - WebLog

  17. Pingback: Blog: Christopher Tanneberger

  18. jonas sagt:

    Warum berufst Du Dich nicht einfach auf Deine Meinungsfreiheit?!

    Aber anscheinend hast Du wirklich einen geschäftsschädigenden Beitrag geschrieben…

  19. Pingback: Blogs! Buch Blog

  20. Pingback: Insomniaonline

  21. Tina sagt:

    Das ist der berühmte EULA Vertrag (end user licence agreement), richtig? Du hast die Nutzungs- und Verbreitungsrechte an den Anbieter übertragen, wirst für eingestellte Inhalte jedoch selbst belangt. Angenommen, Du würdest bei Librarything ein Negativvotum für irgendein Buch einstellen, könntest du dieser Logik folgend ja eine Abmahnung von den Anwälten des betreffenden Autors wg. Rufschädigung erhalten.

  22. Pingback: Oberfranken Blog

  23. Dr.Dean sagt:

    So, wie der Fall liegt, MUSS man jeden Nutzer davor warnen, auch nur irgendwas in Qype zu schreiben. Das jedenfalls wäre meine Konsequenz.

  24. Jan Schmidt sagt:

    Das sei Dir unbenommen, Dr. Dean; aber auch wenn es angesichts der Vorfälle komisch klingt, sehe ich es nicht ganz so dramatisch..

  25. Jens sagt:

    Unabhängig vom Inhalt der Abmahnung stellt sich die Frage, wann die Abmahnung angekommen ist. War es dieser Tage so ist die Terminierung der Unterlassung eine, gelinde gesagt, Frechheit ist. Hinzu kommt, das dies unzulässig ist, üblich sind meines Wisserns 14 Tage. Und ansonsten kann ich nur einen Fachanwalt empfehlen.

  26. Jan Schmidt sagt:

    Jens – das ist ein Punkt, den ich auf jeden Fall morgen mit meinem Anwalt besprechen wurde, die Frist ist arg kurz…

  27. RA des Gegners sagt:

    Um etwas Licht in das Dunkel zu bringen: Herr Dr. Schmidt hat ein bestehendes Unternehmen mit der richtigen Adresse, aber mit der Telefonnummer eines unmittelbaren Konkurrenten angegeben. In seiner Bewertung hat er dann ausgeführt, dass das Unternehmen unter neuer Führung stehe… Richtig ist, dass das Konkurrenzunternehmen unter neuer Führung steht, nicht aber das bewertete Unternehmen. Dass es sich mithin um eine Falschinformation handelt, die eindeutig geschäftsschädigend ist, leuchtet wohl jedem ein. Dem Leser wird vorgegaukelt, ein alteingesessenes Unternehmen stehe unter neuer Führung, und wer dort anruft, landet bei einem Konkurrenten… Mit Meinungsfreiheit hat das nichts mehr zu tun…

  28. Thomas Pleil sagt:

    Also, da frage ich mich schon, ob für _diesen Sachverhalt wirklich eine Abmahnung notwendig ist. Das Ganze war ja wohl eher ein Irrtum als eine böswillige Falschinformation. Und ich glaube, man kann mit einem kleinen, netten Kommentar sein Gesicht ein wenig besser wahren als gleich mit juristischen Auseinandersetzungen…

  29. @Thomas:

    Für Anwälte stellt sich der Sachverhalt in der Regel immer so dar, dass Anwalt Gebühren kassieren kann.

    Gruß

    Alex

  30. Martin sagt:

    … zumal gaukeln/Gaukler eine unangemessene Metapher ist.

  31. Alexander sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt. Was meinen Sie, hätte Herr Schmidt nicht auf einen Anruf hin seinen, wenns denn einer war, Fehler korrigiert? Geschickt gemacht, hätte das Ihren Mandanten, deren Interessen Sie ja vertreten, sogar genutzt.

  32. oliverg sagt:

    noch schlimmer: qype eintraege sind gar kommentierbar. (und den telefonanruf haette ja glatt der mandant selbst blechen muessen.) schon schlimm wenn man nix fuer seine kunden tun kann/will, ohne dass der taxameter laeuft. nett auch wie manche schnell bereit sind qype den schwarzen peter zuzuschieben.

  33. The Exit sagt:

    In welcher Höhe wird denn der Streitwert angesetzt?

  34. RA des Gegners sagt:

    Wenn durch einen Eintrag Kunden – ob bewusst oder oder aufgrund eines fahrlässigen Versehens sei einmal dahingestellt – zu einem unmittelbaren Konkurrenten mit sehr ähnlicher Unternehmensbezeichnung (gleicher Nachname) umgelenkt werden, dann eignet sich die Sache nicht mehr für einen netten Anruf oder Brief. Kein Unternhemer wird so eine Sache gelassen sehen, so nach dem Motto, dass es ja nichts ausmacht, wenn ein paar Kunden mehr oder weniger zur Konkurrenz umgeleitet werden, wobei dies die Kunden nicht einmal mitbekommen, weil sie aufgrund der falschen Telefonnummer unbewusst direkt beim Konkurrenten rauskommen.
    Dies wird in vielen Kommentaren hier übersehen. Ist schon klar, dass die Anwälte immer die Bösen sind…

  35. *kopfschüttel*…
    Erst die Abmahnung und dann habe ich Dich auch noch auf den letzten Platz in der Kicker-Managerliga verwiesen. Aus Gründen der Anteilnahme könnte ich meine Mannschaft zum nächsten Spieltag so aufstellen, dass ich wieder letzter bin. :-)

  36. Der Ahnungslose sagt:

    @ RA der Gegners

    Ich bin auch selbständig, natürlich ist das “Umleiten” von Anrufen nicht harmlos.

    “Dann eignet sich die Sache nicht mehr für einen netten Anruf”, behaupten Sie einfach. Natürlich hätte es ein Anruf, egal ob nett oder nicht getan.

    Da Anwälte auch verstärkt unter wirtschaftlichen Zwängen stehen, besitzen Sie leider nicht mehr den Moralbonus und müssen sich nach der Verhältnismässigkeit Ihrer Mittel fragen lassen.

    Ihre Berufsgruppe hat spätestens durch die bewußte und gezielte Instrumentalisierung des Abmahnwesens im Auftrag Ihrer Mandanten Ihren Schutzraum leider verspielt.

  37. Jetzt mische ich mich aber doch ein.

    Ich bin Blogger und Unternehmer. Beide Seiten kann ich verstehen, ABER:

    1. Es ist recht eindeutig, dass es keine Absicht hinter dieser Verwechselung gibt. Ich denke, dass vom anderen Unternehmen auch kein Geld dafür bezahlt wurde und die beiden nicht in einer Beziehung zu einander stehen.

    2. Mit einem globalisiertem Internet und den Massen, die dahinter stehen wissen die Nutzer durchaus, dass nicht jedes Wort richtig ist. Eine schlechte Bewertung oder ein schlechter Eintrag wird selten direkt als show-stopper gewertet, auf die Masse kommt es an.

    Aus Punkt 2 folgert sich, dass wir noch nicht bei der Masse angekommen sind. Es handelt sich derzeit um eine Handlung einer einzelnen Person, die nicht einmal absichtlich gehandelt hat. In einem solchen Szenarion regelt man das normalerweise per Telefon und diese Regelungen führen am Schnellsten zu einem Ergebnis. Was in der Zeit dorthin an “Schaden” entstanden ist, ist nicht gedeckt, klar.

    Bei diesem Schaden muss ich aber sagen, dass sehr minimal ist und zudem gäbe es auch kein Problem, dies zu revidieren. Weder Qype noch der Beschuldigte würden etwas Falsches stehen lassen wollen. Von daher konnte man den “Schaden” (den ich derzeit bezweifele) fast komplett geheilt werden.

    Der jetzt eingeschlagene Weg ist nicht sonderlich sinnvoll, weil er nicht zielführend ist. Einerseits wird mit überzogenen Mitteln gearbeitet, andererseits scheint es mir nicht so, als ob die Forderung etwas mit dem “Schaden” zu tun hat. Es mag ein Anlass sein, aber der Schaden ist nicht messbar.

    Wie gesagt, ich bin Unternehmer und reagiere auch schnell auf potenzielle Schädiger, aber ich habe bisher noch nie zu solchen Mitteln gegriffen und habe aus solchen Anlässen eher Positives für beide Seiten ziehen können.

    Bitte verstehen Sie dies nicht falsch, lieber RA des “Gegners”, aber man sollte mit diesen Kanonen erst schießen, wenn es gerechtfertigt und sinnvoll ist. Ansonsten peitscht man sich eher einen Mob auf, der wesentlich schwerer “unter Kontrolle” zu kriegen ist. Das ist nicht als Drohung gemeint, sondern als Beobachtung. Die größten Wellen sind auch zu großen Teilen zu Recht aufgekommen und haben teilweise erheblichen Schaden angerichtet.

    Auch wenn ihr Lebensunterhalt davon abhängt, würde ich mir einfach Gedanken machen, über wie sie ihren Mandanten am Glücklichsten machen, nicht am ehesten “zu seinem Recht” verhelfen. Dies ist auch ein guter Punkt für die Kundenbindung und wird Ihnen nicht schaden.

    Natürlich kenne ich viel zu wenige Details, aber das wäre das Szenario, nach dem es sich anhört.

    Zum Qype Eintrag: Etwas mehr Gründlichkeit sollte man da schon an den Tag legen! Für einen Irrtum sollte man zwar nicht gleich zur Strecke gebracht werden, aber wenigstens die Kritik daran ist (sofern die Darstellung stimmt) berechtigt.

    Wie wäre es, wenn man einmal nachsichtig ist, der Eintrag (sofern die Fehler wirklich vorhanden sind) korrigiert wird (nur die Fehler, nicht die Meinung), und dazu eine kleine Korrektur mit ernst gemeinte und gut klingende Entschuldigung (nur für die Fehler) veröffentlicht wird. Dann wäre der Qype-Schreiberling mit einem blauen Auge davon gekommen und das Unternehmen mit einem kleinen Klaps, der je nach Kritik ja auch u.U. hilfreich ist. Danach schreiben alle Blogger, dass es nett geregelt wurde und das war es dann.

    Viel Erfolg noch!

  38. benny sagt:

    @RA des Gegners: Man kann in einer solchen Situation natürlich auch deeskalierend agieren, aber das würde ja eine Abrechnung unmöglich machen.

  39. Walldorf & Stadler sagt:

    @ RA des “Gegners”:

    Schon einmal daran gedacht wie groß der “Schaden” erst wird, wenn der Name Ihres Klienten bekannt wird? Hat ihr Klient sich einmal bis Dato Gedanken darüber gemacht welche Rufmordkampagne er lostreten wird, sobald die Einzelheiten heraus kommen?
    Ich bin Sicher diese Frage wird sich sehr bald schon beantworten :-)

    Ihr Mandant wird sich auch sehr bald schon wünschen auf gute alte verbale Kommunikation zurückgegriffen zu haben. Wir hier schon öfter erwähnt wurde, hätte ein kurzes aufklärendes Gespräch die Sache ohne Wellen aus der Welt geschafft, aber nein, man muss ja wieder direkt zum sinnlosesten Instrument der Neuzeit greifen – der Abmahnung, welche gelinde ausgedrückt Ihren Berufsstand auf die Ebene von Trickbetrügern und Halsabschneidern katapultiert hat.

    Ich freu mich weiter auf all die idiotischen Details dieses Falles und kann es kaum erwarten bis die los getretene Flut der Empörung auch an die Türen Ihres Mandanten schwappt, wo man doch durch simple verbale Kommunikation das Problem hätte aus der Welt schaffen können …

    … aber gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.

  40. Jens sagt:

    Es wäre wirklich gut zu wissen, welcher Qype-Beitrag gemeint ist. Man darf ja – wenn man ganz individuell für sich (und ohne Aufforderung an andere) – niemanden falschen treffen, wenn man sich überlegt ein Unternehmen zu boykottieren.

  41. Sanníe sagt:

    Warum hat denn da niemand auf den Button “Bedenklicher Inhalt” geklickt, eine Mail geschickt, einen Kommentar geschrieben? Bei Anwälten wundert einen ja nichts mehr, die rein juristische Betrachtung alles Menschlichen ist bei ihnen offenbar systemimmanent, leider immer häufiger nicht einmal im Interesse der Mandanten.

    Aber ein Dienstleister, der eigene Kunden abmahnt, die sich die Mühe einer anscheinend ja nicht mal schlechten Kritik bei Qype machen – sowas Dummes habe ich ja wirklich noch nie gehört! Und das bei einer auf der Hand liegenden Verwechslung, die sicher nicht das erste Mal vorkommt. Klar hat das nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, Sie sind schon ein pfiffiges Kerlchen. Nur womit dann?

    Ein unfaßbar dämliches Verhalten, zumal mit Sicherheit jemand die Namen veröffentlichen wird, da können Sie gar nichts gegen machen. Keine Drohung übrigens, sondern eine Prophezeihung.

  42. mspro sagt:

    jan, wenn du jetzt richtig fies reumütig bist, dann veröffentlichst du hier eine Richtigstellung zum Qype Eintrag. Ist ja eigentlich das Mittel der Wahl für solche Geschichten ;-)

  43. MUslar sagt:

    Oha, , viel Glück bei der Klärung.

  44. Dr.Dean sagt:

    Ich gaube, wenn Jan sich hier reumütig zeigt, seinen Eintrag hier öffentlich korriiert, sich mit Asche bewirft sowie den Namen des fiesen betroffenen Unternehmens nennt, inklusive richtiger Telefonnummer, dann bekommt er noch eine Abmahnung wegen geschäftschädigenden Verhaltens. Und dann, sollte er es wagen, auch nur einen Satz aus den fiesen Schriftwechseln mit dem RA zu veröffentlichen, bekommt er noch eine. Und noch eine.

    So, wie der RA Typ drauf ist.

    Organ der Rechtspflege? Das sehe ich anders: Der Herr RA pflegt in erster Linie seinen Kontostand, auf rabiate Weise. Seiner Schadensminderungspflicht wird er nicht gerecht.

    Darauf pfeift er. Der feine, das “Recht” und v.a. seinen Kontostand pflegende Herr RA.

  45. Jan Schmidt sagt:

    @jens: Der Eintrag ist inzwischen gelöscht worden, übrigens noch bevor ich von der Abmahnung Kenntnis genommen habe; ich vermute, dass Qype vom Kläger bzw. den Rechtsanwälten darauf aufmerksam gemacht wurde und dann schnell reagiert hat. Ansonsten hätte ich es natürlich auch sofort veranlasst, den Beitrag offline zu nehmen.

    @Sabine: Ich bin kein Kunde des Klägers. Wie gesagt liegt eine Verwechslung vor: ein Text von mir zu Unternehmen X ist bei Qype unter dem nahezu identisch klingenden Unternehmen Y veröffentlicht worden; daraufhin hat Y so reagiert, wie es oben zu lesen ist.

  46. markus sagt:

    für die neugierigen: xxx Edit Jan Schmidt 21.21 Uhr: URL von Google-Cache und Namen gelöscht. Sorry Markus, auch wenn es möglicherweise nett gemeint war, habe ich Deinen Kommentar rausgenommen; ich habe (auch in Rücksprache mit meinem Anwalt) keinerlei Interesse dran, dass im Moment der Name des Unternehmens bekannt wird. Ich habe bisher peinlich darauf geachtet, den Namen nicht zu nennen, und würde bitten, das in meinem Blog zu respektieren. Danke! xxx

  47. Peter sagt:

    Es ist schon klar, dass ein Unternehmer wenig gelassen ist, wenn auf einmal wegen eines solchen Eintrags (potenzielle) Kunden telefonisch beim direkten Konkurrenten landen. Und je nach Lage zwischen Unternehmer und seinem Konkurrenten ist es vielleicht auch nachvollziehbar, dass dieser erstmal die große Verschwörung wittert und zu seinem Anwalt geht.

    Erstman sollte das konsultierte Organ der Rechtspflege seine Aufgabe darin sehen, die beim Klienten sicherlich hochkochenden Emotionen zu dämpfen und Rationalität in das Handeln zu bringen. Ich bin auch schon in “Die machen wir fertig”-Laune zum Anwalt gegangen und war nachträglich über das “Moooment mal” sehr glücklich.

    Da gilt es dann zu überlegen, was in der konkreten Situation Erfolg versprechender ist. Entweder man lässt fahrlässig oder nicht dahingestellt und schickt dem bösen Menschen Abmahnung und Unterlassungserklärung, damit der auch erstmal zu seinem Anwalt rennt, sich die ganze Sache möglichst lange hinzieht und auch noch ein Kollege glücklich wird, mit dem man dann mit vorzüglicher anwaltlicher Hochachtung unterzeichnete Schreiben austauscht. Oder man kommt zum Schluss, dass es sich wahrscheinlich um ein Versehen handelt und es vielleicht doch eher ein einfacher (ob nett oder weniger nett kann hier dahingestellt bleiben) Anruf tut, um die Sache viel schneller und stressfreier vom Tisch zu schaffen. Bringt vielleicht weniger Geld, hat aber möglicherweise den Charme, dass der eigene Klient viel glücklicher ist, weil der irgendwann nach Abkühlen der Emotionen auch feststellt, dass jede Minute, die er sich mit irgendwelchen Rechtsstreiten befassen muss, im Endeffekt eine Minute weniger ist, in der er mit seinen Kunden Geld verdienen kann.

    Ich hatte mit den Anwalten, mit denen ich zu tun hatte, bisher Glück, insofern glaube ich nicht, dass Anwälte böse sind. Ich hoffe nur, der fragliche Unternehmer kann das über seinen Anwalt hinterher auch sagen. Denn eins ist sicher: mindestens einen potenziellen Kunden dürfte er weniger haben. Das mag im ersten Moment nicht so weh tun, aber nach einem Sprichwort soll man sich ja immer zweimal im Leben sehen.

  48. markus sagt:

    ok, sorry. will dich nicht in noch mehr schwierigkeiten bringen.

  49. mspro sagt:

    Sag mal, Jan. Wie kommt das denn eigentlich, dass da echt zwei Unternehmen beinahe den gleichen Namen haben? In ein und der selben (kleinen) Stadt. In ein und der selben Branche. Du kennst ja das Ehepaar, dass das von dir gemeinte Unternehmen führt. Die heißen ja mit Eigennamen anders. Hast du da mal gefragt, ob das historische Gründe hat? Also historische in dem Sinne, dass sich vielleicht auch das aggressive Vorgehen erklärt?

    PS @ Rechtsanwalt des Gegners: Ja, ich kann googln. Blogger können sowas. Alle!

  50. Tim sagt:

    Vielleicht kann man sich die Reaktion auch durch die Verbindung vom Autor zu den Inhabern der “Eisdiele” erklären. Der Konkurrent hat eine gezielte Manipulation vermutet. Hätte ich wahrscheinlich auch und sofort meinen Anwalt geholt.

  51. Chiemgauer sagt:

    Ja, von einem guten Anwalt würde ich auch genau das Vorgehen erwarten, wie Peter es beschreibt. Ich habe von Anfang an vermutet, dass es wohl so lief, wie Jan es jetzt beschrieben hat. Und wegen so was gleich eine Abmahnung loslassen, spricht wirklich weder für den Mandanten und noch weniger für den Anwalt. Man muss wohl große Auftragsebbe haben, um mit solchen Lapalien Geld machen zu wollen. Sich dann schmollend zurückziehen mit einem “Anwälte sind ja immer die Bösen” ist sich auch leicht gemacht. Mit der vorschnellen Abmahnerei tut sich der Anwaltsstand auch wirklich nichts gutes. Oder kann mir jemand erklären, welchen Sinn das hat – wenn Jan und Qype sofort bereit sind, den Fehler zu beheben und den wohl auch nicht wiederholen würden? Der einzig verbleibende Sinn der Abmahnung kann doch nur das Geldverdienen eines Anwalts sein und vielleicht noch das Rachegefühl eines Mandanten jemanden gegenüber, der ihm nie böses wollte. Nö, ich bleibe dabei: Ein guter Anwalt lässt sich auf so was nicht ein, sondern berät seinen Mandanten in der Auswahl geeigneter Responses.

  52. christoph sagt:

    @RA des Gegners (April 4, 2007 | 2:42 pm):

    Sie schreiben, dass die Anwälte dann ja immer die Bösen seien. Da kann ich ja nur müde lächeln. Vielleicht sollten Sie sich mal überlegen, ob die Kritik, die Ihnen hier entgegen schlägt, nicht doch auch für Sie relevant sein dürfte. Sie schreiben, Sie würden nicht verstehen, was hier eigentlich los sei. Naja, ich weiß ja nicht, wie gut Sie sich in der Blogosphäre auskennen. Da gibt es nun einmal einige Ecken, die anders ticken. Wo nicht nur Paragraphen und der schnelle Euro zählen. Und wo Menschen da dann auch Stellung beziehen, und zwar mitunter sehr deutlich.
    Wissen Sie, ich muss ja nicht wiederholen, was hier schon viele andere geschrieben haben, wie unnötig sie – und auch ich – es finden, dass Sie und Ihr Mandant gleich zur juristischen Keule gegriffen haben. Ein Unterschied dieser Welt hier im WWW, wie ich sie kennengelernt habe, ist, dass man sich im Bedarfsfall verständigen kann – von Mensch zu Mensch, mit Worten und zunächst auch ohne den Umweg der Paragraphen. Ich will gar nicht abstreiten, dass es Fälle gibt, in denen eine juristische Klärung sinnvoll ist und vielleicht sogar ein Mehr an Klarheit und Sicherheit für die Beteiligten schafft. In DIESEM Fall scheint es aber auch mir so, dass Sie da bis jetzt wenig erreicht haben auf diesem Weg, dafür aber viel Porzellan zerschlagen haben. Zuviel Recht macht unter den Betroffenen manchmal mehr kaputt als jedem Anwalt lieb sein müsste. Ich habe allerdings Zweifel, wie viele von ihnen das so sehen. Ein Glück, dass es inzwischen Alternativen wie Mediation gibt, wo man sich auch Hilfe holen kann, ohne gleich die Paragraphen im Nacken zu haben. Dumm nur, dass das für Ihren Geldbeutel auf Dauer schlecht aussieht.

  53. Walldorf & Stadler sagt:

    [Edit Jan] Cache-URL gelöscht, siehe meinen Hinweis oben im Beitrag-Update bzw. hier .

  54. ph sagt:

    Googlecache ftw!
    So kann sich jeder ein Bild von dem begangenen geschäftschädigenden Verhalten von Jan machen – und dann selbst entscheiden, in welcher “Eisdiele” in “Essen” er sich erholt.
    Fragt sich nur: Inwiefern ist es geschäftsschädigendes Verhalten, den rabiaten Verzicht auf (für den durchschnittlichen Privatmann evtl. besser nachvollziehbare) Kommunikationsgepflogenheiten des “Gegners” zu dokumentieren? An anderer Stelle, versteht sich.

  55. Jan Schmidt sagt:

    ph: Ich will in der Sache keine “Eskalation” und bin deswegen lieber ein wenig übervorsichtig. Aber klar, google-cache liefert dem Kundigen die gewünschte Information.

  56. Die Resonanz auf diese Angelegenheit ist überwältigend: Laut Technorati.com gibt’s heute schon 50 Blog-Einträge über Qype, bislang waren es immer so 0 bis 10 täglich. Laut Blogscout.de war dieser Abmahn-Beitrag gestern an 1. Stelle der meistbesuchten Beiträge mit fast 900 Visits. Ich bin gespannt, wieviele Besucher es heute gibt.

  57. Herr Rechtsanwalt, sie sollten sich was schämen. Es dürfte hinreichend klar sein, dass es sich hier um ein Missverständnis handelt. Mit der juristischen Keule zu kommen zeugt von wenig Moral, eher von einem wohl ausgeprägten Geschäftssinn. Wenn es ihnen um die Sache ginge, hätte es wohl eine Mail getan. Und irgendwann wird man auch öffentlich über solches Vorgehen wie von Ihnen mit Namensnennung diskutieren dürfen. Und irgendwann werden andere an andere Stelle das betroffene Unternehmen rausfinden und darüber bloggen, und es wird keine gute Kritik werden. Die Firma darf sich dann bei Ihnen bedanken dafür. Auch Anwälten ist es übrigens nicht verboten, PR-Seminare zu besuchen.

  58. Silent sagt:

    @ Anwalt der generischen Partei
    Vielleicht sollten sie nicht anonym Kommentieren.
    Wenn es um ihre Kanzlei schlecht bestellt sein sollte und sie auf so eine Abmahnung angewiesen sein sollten, dann wäre ihr Vorgehen sicherlich eine gute Werbung für die Zeitgenossen die gerne mal mit Abmahnungen um sich werben und solche Anwälte, die so etwas praktizieren, suchen.

  59. Mich würde die Abmahnung selber interessieren. Über eine Mail würde ich mich freuen.

  60. christoph sagt:

    Immerhin hat es der Herr RA nach der massiven Kritik hier wohl nicht mehr für nötig gehalten, sich nochmal in die Diskussion einzuklinken. Wer mag es ihm verübeln? Aus strategischer Sicht im Sinne seines Mandanten hat er wohl alles gesagt, was es zu sagen gab. Mit dem Rest der Welt weiter zu kommunizieren ist dafür aus geschäftlicher Sicht nicht nötig. Und ich befürchte, mehr war das hier eben auch nicht: ein geschäftlicher Eintrag in einer Stelle, wo eigentlich einfach gesprochen wird und Dinge auch mal zumindest ein Stück weit diskutiert werden. Dafür scheint der Herr RA wohl nicht zu haben zu sein.

  61. jan sagt:

    wie ging der spruch mit den spatzen und den kanonen nochmal?

    wäre die tür der eisdiele zum teleporter umgebaut, der alle kunden in den anderen laden beamt – okay … aber wegen einem versehen direkt so ein fass aufzumachen?

  62. Pingback: jovelblog

  63. Fabian sagt:

    Zu schade, dass es zu wenig Rechtsanwälte mit Courage gibt…

  64. Pingback: Appendix

  65. Frank sagt:

    Publicity

    Es ist sicher keine gute Publicity, jemanden zwingen zu wollen eine teure Unterlassungserklärung abzugeben. Anderersiets ist es sicherlich rechtlich unproblematisch, belegbare Tatsachen korrekt zu veröffentlichen.
    Insofern sollte sich der Unterlassungerklärungforderer wirklich mal überlegen, ob er von seinem Ansinnen nicht Abstand nimmt und Jan somit keine Veranlassung mehr hat die Tatsache des unterlassungserklärungforderns (detailiert) zu veröffentlichen…

  66. Jonney_vkb sagt:

    Hi, my name is Jonney, I am from Zaire.
    Just like your resource :) .

  67. Olli sagt:

    @ all

    Als Unternehmer finde ich es leider immer etwas befremdlich, wie hier teilweise über die Durchsetzung offensichtlicher, rechtlicher Verstöße lamentiert wird.
    In diesem Fall (siehe kurze schilderung “eisdiele eberlein”, schützt dummheit vor Strafe nicht. Den Streitwert auf 10.000 Euro festzulegen, finde ich auch nicht übertrieben.

    Weiterhin steht es doch jedem Abgemahnten frei sich zu wehren – kleine Schilderung am Rade – ich habe vor kurzem selbst eine Abmahnung, wegen angeblichen Verstosses gegen die Markenrechte eines Wettbewerbers erhalten.

    Abmahnung für ungerechtfertigt gehlaten, anwaltliche Hilfe gesucht, Abmahnung abgewehrt, Schadensersatz vom GEGNER eingeklagt.

    Leider ist es heute in 90% der Fälle ebend NICHT mehr möglich alles mit einem netten Anruf zu klären, denn in genau diesen 90% der Fällen, hängt am anderen Ende der Schnur ein Klugscheisser der meint im Recht zu sein und dir das Ohr abkaut. Traurig aber wahr, deshalb helfen leider nur RA´s.
    Das es in diesem Fall scheinbar einen von den netten anderen 10% getroffen hat, ist nicht schön, aber offensichtlich schlecht vermeidbar.

    Und nun dürft Ihr weiter meckern und mich steinigen :-)

  68. blogger 1970 sagt:

    @ RA des Gegners

    das sich Rechtsanwaelte gerne als Samariter aufschwingen, um geltendes Recht durchzusetzen, ist hinlaenglich bekannt. Da dies meisst einen wirstchaftlichen Hintergrund hat ist ebenso bekannt.

    Wirtschaftlicher Schaden kann, aufgrund der schnellen Reaktion von Jan und Qype, auf ein Missverstaendnis dieser Art nicht entstanden sein. Ganz im Gegenteil, der Bekanntheitsgrad beider Eisdielen ist dadurch gestiegen.
    Aber Dank des beherzten und unnachgiebigen Eingreifens des Anwaltes erhaelt das Ansehen der Eisdiele von Marius nachhaltig ein schlechtes Image. Ob das im Sinne von Marius ist???

    Aber ob sich solch unsinnige Geschaeftspraktiken von Anwaelten auf Dauer durchsetzen wird sich zeigen. Meist regelt dies der Markt von alleine, wenn Leute wie Marius merken, dass Anwaelten oft ein wenig das kaufmaennische Fingerspitzengefuehl fehlt, um solche Missverstaendnisse vernuenftig und ohne Schaden fuer alle Beteiligten zu regeln.

  69. ben sagt:

    Hallo, passt evtl. nicht ganz in diesen Beitrag, aber denoch möchte ich auf eine Petition mit dem Thema “Abmahnvereine: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb” hinweisen, deren Ziel es ist Serienabmahnungen künftig zu verhindern / erschweren.

    http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=478

    Bitte nicht über die Merkwürdige Adresse wundern, das hat seine Richtigkeit, hier wird erklärt wieso: http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/server.html

    MfG

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