Bamberger SPD wählt neuen Vorstand

Posted on Samstag 21 April 2007

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Bei der re:publica haben wir im Panel “Politik 2.0″ noch darüber gesprochen - (Partei)Politik, noch dazu im lokalen Bereich, besteht aus vielen Sitzungen… Und genau eine solche Sitzung stand heute vormittag an: Der Kreisverband der Bamberger SPD wählte turnusgemäß einen neuen Vorstand, der die nächsten zwei Jahre amtieren wird. Auf der Tagesordnung standen daher so spannende Punkte wie “Bildung einer Mandats- und Wahlprüfungskommission” oder “Bericht des Finanzreferenten und der Revisoren”, aber auch die Wahl selbst und eine Grundsatzrede des Oberbürgermeisters Andreas Starke, der auf den kommenden Kommunalwahlkampf einstimmte (im März 2008 werden in Bayern die kommunalen Parlamente neu gewählt).

Die Wahlen gingen konfliktfrei über die Bühne, da der bisherige Vorstand (bis auf einen ausscheidenden Stellvertreter) wieder antrat. Einzig bei den Beisitzern wurde es ein wenig spannend, da 14 Kandidaten für die neun Posten anstanden, aber auch hier gab es keine großen Auseinandersetzungen oder gar Zerwürfnisse.

 

Der neue Kreisvorstand v.l.n.r.: Conny Daig-Kastura (Medienreferentin), Peter Süß (Stv.), Heinz Kuntke (Stv.), Gerald Fenn (Kassierer), Monika Bieber (Kreisvorsitzende), Andreas Starke (OB; der wurde heute nicht gewählt.. :)), Sabine Sauer (Stv.) und Ingeborg König-Fischer (Schriftführerin).

Die Rede von OB Starke brachte eine gewisse Abwechslung in den Abstimmungsmarathon, da er uns wie erwähnt auf die kommenden Wahlen einstimmte. Er nannte dazu eine Reihe von Themen, die den Wahlkampf bestimmen dürften (um Web2.0-Flavour in die Sache zu bringen, hier eine tinymap mit den angesprochenen Orten) - zuallererst die Landesgartenschau, die Bamberg 2012 ausrichten kann, nachdem Starke als einer seiner ersten Amtshandlungen im Mai 2006 noch offene Grundstücksfragen klären konnte. Im Zuge der LGS wird das Erba-Gelände in Bamberg-Gaustadt aufgewertet werden; da auf diesem Gelände möglicherweise auch ein neuer Standort für die Bamberger Universität entsteht, ergeben sich große städtebauliche Chancen für einen Stadtteil, der traditionell durch die Textilindustrie der ERBA geprägt war. Hinzu kommt, dass es der SPD gelungen ist, eine Schließung des Gaustadter Freibads zu verhindern - im Zusammenhang mit einem möglichen Hallenbadneubau ist die hiesige Bäderlandschaft ein heiß diskutiertes Thema.

Schließlich wird es in den nächsten Jahren auch darum gehen, die Verkehrssituation in Bamberg neu zu ordnen. Nach Jahren des hektischen Stillstands ist inzwischen durch Umbau und folgende Beruhigung der Sandstraße (über die ich hier und hier schon schrieb) Bewegung in eine lange Zeit verkorkste Situation gekommen. Es ist maßgeblich auch auf die Initiative vom SPD-OB Starke zurückzuführen, dass im Sandgebiet eine Flaniermeile entstehen wird, die einem Stadtviertel im Herzen des Weltkulturerbes gerecht wird. Die vergangenen Jahre haben (nicht zuletzt dank einer intensiven Bürgerbeteiligung) eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität im Sandgebiet erreicht. Im Lauf dieses Jahres wird es zudem einen extern moderierten Mediationsprozess geben, um die unterschiedlichen gesamtstädtischen Interessen in Bezug auf die Verkehrspolitik zusammen zu bringen. Aber naturgemäß erhitzen sich bei einem solchen Thema gerne die Gemüter, was für den Wahlkampf spannende Debatten bedeuten sollte.



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