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Bevor es mich demnächst in den hohen Norden verschlägt, habe ich noch einmal eine zentrale Kulturtechnik der Franken ausprobiert: Bier brauen. In Memmelsdorf bei Bamberg bietet die “Gassenbräu” nämlich Seminare für Haus- und Hobbybrauer an, bei den man in Zweierteams einen Tag lang lernt, sein eigenes Bier zu brauen. Eine ganz famose Sache, die ich wirklich weiterempfehlen kann (allerdings sind die Termine sehr begehrt und im Moment schon ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht..).
Zusammen mit meinem studentischen Forschungsstellen-Mitarbeiter Martin Wilbers habe ich also am Samstag knapp acht Stunden lang alle notwendigen Schritte getan: Malz abwiegen und Schroten, Maischen, Läutern, schließlich Hopfen zugeben und Kochen. Die nächsten Schritte (Gären, in Flaschen abfüllen, Reifen) übernimmt netterweise der Hobbybrauer Helmut Bornschlegel für uns - in etwa 6 Wochen können wir dann knapp 20 Liter selbstgebrautes Lagerbier abholen und verköstigen. Unser Werk hat immerhin 13,3% Stammwürze, was später etwa 5,6% Alkohol entspricht. Jetzt fehlt uns nur noch ein geeigneter Name: FoNKerla? FoNKinger? Pure FoNK? FoNK Energy? FoNKy Lemon? FoNKator Doppel-Blog? Hmmm…
[Update] Cool, man kann den Gärprozess sogar im Internet nachverfolgen! Im Moment sieht man noch nicht viel, aber das sollte sich die nächsten Tage ändern…

Schaltpläne für nordkoreanische Atomreaktoren entdeckt

Biercher Müsli

Nachmittags um drei kam schon der Kater

Bier downloaden
Den FoNKator Doppel-Blog find ich am besten - auch wenn das Zeug mit den paar Umdrehungen den Namen nicht verdient hat.
Da muss ich also jetzt mal schaun, dass ich in den nächsten 6-8 Wochen mal wieder nach Bamberg komme, oder wie?
Da macht uns aber einer ganz schön neugierig, was ihn im hohen Norden denn demnächst erwartet. Und den studentischen FOnK-Mitarbeiter zum Bierbrauen abkommandieren? Ts, ts, ts…. Ist das im Arbeitsvertrag geregelt? Und die 20l werden dann nach Hamburg verschifft, um dann bei Wehmuts- und Franken-Nostalgie-Flashs parat zu sein? Oder wird das alles noch vor der Abreise verköstigt? Fragen über Fragen…
Marc, das war ein klassischer Fall von Mitarbeiter-Motivation per Incentive… Und das Bier wird natürlich fair geteilt, jeder kriegt einen Kasten. Mal sehen, ob vor meinem Umzug noch irgendwas übrig sein wird, wenn sogar die Amsterdamer Nachbarin vorbeikommen und probieren will..
Erinnert mich irgendwie an das Open-Source-Bier.
Ihr seht das falsch, das wird ein Bier 2.0!! Vielleicht sollten wir statt gängigen Internet-Cafés einfach auf wissenschaftliche und anderweitige Karrieren verzichten und ein Internet-Brauhaus aufmachen, Jan. Blogbier reloaded