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"Strukturierungsprinzipien in der Online-Kommunikation: Das Beispiel der Weblogs"

Forschungsprojekt am Zentrum für Neue Medien der Donau-Universität Krems, 01.01. - 30.04.2005

Gefördert durch ein Kurzzeit-PostDoc-Stipendium des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD)

Kurzbeschreibung des Vorhabens

Im Rahmen des Forschungsaufenthalts am "Zentrum für Neue Medien" (Krems) untersuche ich Strukturierungsprinzipien der Online-Kommunikation. Dabei unterscheide ich in Anlehnung an allgemeine sozialtheoretische Überlegungen zwei Formen von Strukturen: a) Überindividuell geltende Regeln und b) verfestigte Relationen zwischen Akteuren. Die Formation und Dynamik dieser Strukturierungsprinzipien werde ich am Beispiel von Weblogs, einer vergleichsweise neuartigen und bislang wenig untersuchten Form der Online-Publikation untersuchen, wobei ich sowohl theoretisch-konzeptionelle Grundlagen legen als auch eine eigene qualitative empirische Studie in Zusammenarbeit mit einem österreichischen Webloganbieter durchführen werde. Ziel ist, dadurch eine sozial- und kommunikationswissenschaftlich fundierte Basis für weitere Forschung über neue Anwendungen der computervermittelten Kommunikation zu legen.

Stand der Arbeiten

Der Forschungsaufenthalt ist abgeschlossen. Der Abschlußbericht findet sich hier.

Projektverwandte Texte veröffentliche ich an dieser Stelle und im Gruppen-Weblog "bloginitiativegermany.de".

Ausgangslage und Stand der Forschung [Hinweis: Text ist auf dem Stand Juli 2004]

Die sozialwissenschaftliche Internetforschung hat sich parallel zur Diffusion des Mediums in den letzten zehn Jahren von stark anekdotischen Beschreibungen (vgl. exemplarisch Rheingold 1994) zu theoriegeleiteten Analysen weiterentwickelt, die inzwischen auch in Grundlagenwerken (vgl. Castells 2001, Döring 2003) vorliegen. Aus kommunikationssoziologischer Sicht geht mit der Verbreitung des Internets und seiner verschiedenen Dienste/Anwendungen eine Institutionalisierung von Gebrauchsweisen einher, in deren Verlauf sich zwei Formen von Strukturen bilden (vgl. auch die allgemeinen sozialtheoretischen Überlegungen bei Giddens 1988 und Reckwitz 1997):

  1. Strukturen als verfestigte Regelschemata, die bestimmtes Verhalten nahe legen oder ausschließen: Aus der wiederholten, an der Realisierung bestimmter Kommunikationsabsichten orientierten Nutzung des Internets entstehen Regeln für den Umgang mit dem Medium und seinen Angeboten (vgl. Höflich 1996, 2003). Im Sinne Goffmans (1977) bilden diese Verwendungsregeln den Rahmen für individuelle Nutzungsepisoden, wobei die korrespondierenden sinnhaften Praktiken die Rahmen gleichzeitig reproduzieren. Regelstrukturen legen Standards medienadäquaten Verhaltens fest, indem sie bestimmen, welches Medium für einen bestimmten Kommunikationszweck in Abhängigkeit vom jeweiligen Kontext zu nutzen ist (Adäquanzregeln) und wie ein Medium im kommunikativen Prozess zu verwenden ist (prozedurale Regeln). Entstehen und Stabilität von Verwendungsregeln ist zunächst vor allem in der interpersonalen computervermittelten Kommunikation (Email, Diskussionsforen, Chats) untersucht worden (vgl. Höflich 1996, Postmes/Spears/Lea 2000, Döring/Schestag 2000, Matzat 2002), doch der regelorientierte Ansatz zur Analyse computervermittelter Kommunikation wurde inzwischen auch auf andere empirische Untersuchungsgegenstände wie Online-Tageszeitungen oder lokalbezogene Online-Kommunikation im Allgemeinen angewandt (vgl. Höflich/Schmidt 2002, Schmidt 2004).
  2. Strukturen als verfestigte Relationen, die Akteuren bestimmte Ressourcen bereit stellen: Insbesondere in seiner Eigenschaft als Medium der interpersonalen Kommunikation senkt das Internet die Transaktionskosten von Aufbau und Pflege sozialer Beziehungen. Frühe dystopische Befürchtungen, die Technologie führe zu Isolation und zerstöre soziale Bindungen, sind durch eine Vielzahl von empirischen Studien widerlegt; vielmehr verstärkt die Online-Kommunikation den (generell in der Moderne angelegten) Wandel von geschlossenen und oft räumlich begrenzten Gemeinschaften zu offeneren sozialen Netzwerken (vgl. Wellman 1999, Wellman/Haythornwaite 2002). Die Bezeichnung "virtuelle Gemeinschaft" (vgl. u.a. Rheingold 1994, Preece 2000, Stegbauer 2001) weist darauf hin, dass die entstehenden Sozialformen relativ stabile Beziehungsmuster darstellen, die ihren Angehörigen unterschiedliche Formen von Sozialkapital zur Verfügung stellen (z.B. Informationen, emotionale Unterstützung oder das Gefühl der Identifikation mit einer Gruppe).

Von Strukturierungsprozessen im Internet kann somit gesprochen werden, wenn sich mit dem Gebrauch von onlinebasierten Kommunikationsanwendungen Regeln und/oder Relationen überindividuell verfestigen und über einen gewissen Zeitraum stabilisieren. Sie werden damit zu sozialen Tatsachen im Sinne Durkheims, sind also quasi-objektive, von außen auf den Einzelnen einwirkende Phänomene, die gleichwohl nicht von den individuellen Handlungen, Interaktionen und Kommunikationsakten zu trennen sind. Diese reproduzieren vielmehr durch ihr regelmässiges und überindividuelles Auftreten die Strukturen bzw. sorgen für inkrementellen Wandel, wenn in der individuellen Handlung den verfestigten Regeln nicht gefolgt wird oder vormals bestehende Relationen aufgelöst werden.
Die fortdauernde Diffusion des Internets sowie die Entwicklung neuer Angebote macht diese Institutionalisierungsprozesse hoch dynamisch. Manche Anwendungen, die zu Beginn der wissenschaftlichen Online-Forschung eine wichtige Rolle als Untersuchungsobjekt spielten, haben zwischenzeitlich für die Mehrzahl der Nutzer an Bedeutung verloren. So sind z.B. die Newsgroups des "Usenet" größtenteils durch webbasierte Diskussionsforen abgelöst worden, genauso wie textbasierte Online-Spiele ("MUDs") zugunsten von grafisch anspruchsvollen virtuellen Welten aufgegeben wurden. Aus kommunikationssoziologischer Sicht ist daher beständig zu prüfen, ob mit neuen Anwendungen und Diensten auch neue Verwendungsregeln und Relationen, kurz: neue Strukturierungsprozesse einhergehen.
Eine solche neue Anwendung stellen die "Weblogs" dar, die in den letzten zwei Jahren eine starke Verbreitung erfahren haben. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Inhalte (zumeist Texte beliebiger Länge, aber auch Bilder oder andere multimediale Inhalte), in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf einer Webseite veröffentlicht werden. In der Regel bieten sie ihren Lesern auch die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Durch Verweise auf andere Weblogs, denen interessante Informationen entnommen wurden oder zu deren Autoren ein persönlicher Kontakt besteht, bilden sich Netzwerke von untereinander verbundenen Texten heraus; die Gesamtheit aller Weblogs wird zuweilen als "Blogosphäre" bezeichnet.
Ein Großteil der systematisch reflektierenden Auseinandersetzung mit ihnen findet zur Zeit in den Weblogs selber statt, die akademische Beschäftigung mit der aktuellen Entwicklung befindet sich noch in den Anfängen. Die bisherige Forschung läßt sich nach dem Fokus der Analyse in weblog-, akteurs- oder netzwerkzentrierte Studien einteilen.

1. Weblogzentrierte Untersuchungen analysieren und vergleichen einzelne Weblogs, um so die Besonderheiten dieses kommunikativen Genres zu identifizieren und mit anderen Genres (wie z.B. der persönlichen Homepage oder der Online-Zeitung) zu vergleichen (vgl. Herring et.al. 2004). Es existieren keine exakten Statistiken über die Anzahl der Weblogs; der "NITLE Blogcensus" verzeichnete am 11.7.2004 etwa zwei Millionen Weblogs, erfaßt jedoch populäre Plattformen wie "LiveJournal" oder "Blogger" nicht. Die wahre Zahl dürfte daher deutlich höher liegen, schätzungsweise zwischen vier und fünf Millionen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig; drei wichtige Formen von Weblogs sind:

  • Weblogs als Online-Tagebücher: Durch die chronologische Ordnung der Beiträge ähneln Weblogs den klassischen Tagebüchern. Viele Nutzer veröffentlichen dort ihre persönlichen Erlebnisse und Gedanken, nutzen die Anwendung also hauptsächlich als Medium der Selbstdarstellung und persönlichen Reflexion. Weblog-Plattformen (wie livejournal.com, blogg.de oder twoday.net) stellen die technische Infrastruktur und Software zur Verfügung, sodass auch vergleichsweise unerfahrene Nutzer ohne besondere Programmierkenntnisse ein eigenes Weblog einrichten können. Schätzungen zufolge fallen bis zu 70 Prozent aller Weblogs unter diesen Typ (vgl. Herring et.al. 2004, S. 6).
  • Weblogs als Medien der Expertenkommunikation: Technische Experten in verschiedenen Bereichen bedienen sich der Weblogs, um aktuelle Entwicklungen aus ihrem Feld zu kommentieren und mit Lesern zu diskutieren. Aufgrund der geringen Publikationshürden gilt das Weblog als geeignete Publikationsform, um Thesen in einem informellen Setting zur Diskussion zu stellen. Beispiele finden sich im IT-Bereich (vgl. www.slashdot.org/), unter Juristen (vgl. www.lessig.org/blog/) oder im Knowledge Management (vgl. www.roell.net/weblog/). In steigender Zahl werden Weblogs auch als Medium der internen wie externen Organisationskommunikation eingesetzt, wo sie als niedrigschwelliges Content-Management- und Projektmanagement-System fungieren (vgl. Roell 2004).
  • Weblogs als Erweiterung der (politischen) Öffentlichkeit: In der journalistischen Praxis gewinnen Weblogs an Bedeutung, weil sie anderen Selektionskriterien für die Veröffentlichung von Informationen unterliegen. So haben im Umfeld des zweiten Irakkriegs verschiedene Iraker ihre Eindrücke aus Bagdad online gestellt (vgl. www.dearraed.blogspot.com/ oder riverbendblog.blogspot.com/) und dadurch zusätzliche Quellen eröffnet. Vor allem in den USA betreiben etablierte Journalisten Weblogs, um Kommentare und Informationen ohne die redaktionellen Filter der klassischen Massenmedien bereit zu stellen (vgl. www.andrewsullivan.com oder www.juancole.com; auch der englische "Guardian" betreibt ein Weblog unter www.guardian.co.uk/weblog/). Eng damit verwandt ist der Einsatz von Weblogs durch politische Akteure. Besondere Aufmerksamkeit erzielte die Kampagne des amerikanischen Präsidentschaftsanwärters Howard Dean, der Weblogs intensiv als Organisations- und Koordinationsinstrument einsetzte (vgl. Hienzsch/Prommer 2004). In Deutschland sind Weblogs bislang nur vereinzelt als Instrument der politischen PR im Einsatz; so hatte die SPD die Europawahl mit einem Weblog begleitet, das über keine Kommentarfunktion verfügte (vgl. www.spd-newslog.de/).

2. Akteurszentrierte Untersuchungen liefern Erkenntnisse über Autoren und Leser von Weblogs. Beide Rollen können zusammenfallen, da die Autoren von Weblogs in der Regel auch andere Weblogs lesen; allerdings ist nicht jeder Leser auch Autor: Copeland (2004) zitiert eine Umfrage unter ca. 17.000 Lesern von 50 großen amerikanischen Weblogs, von denen etwa 20 Prozent ein eigenes Weblog betreiben. Über die Kommentarfunktion eines Weblogs können Leser sich zu bestimmten Einträgen zu Wort melden, sodass sich in manchen Fällen Diskussionen zwischen Lesern und Autor entspinnen. Über den Anteil der kommentierenden Leser ist nichts bekannt, aber zu vermuten ist, dass ähnlich wie in Diskussionsforen und Mailinglisten ein großer Teil der Leser nicht kommentierend aktiv wird und als passiver "Lurker" das Weblog verfolgt (vgl. Stegbauer/Rausch 2001).
Während unter den Lesern und Autoren der Online-Tagebücher junge Frauen deutlich überrepräsentiert sind (zwei Drittel der Nutzer von Livejournal.com sind weiblich, etwa die Hälfte ist jünger als 18 Jahre), sind die Leser der stärker politisch ausgerichteten Weblogs eher älter (60 Prozent über 30 Jahre) und überwiegend männlich (80 Prozent). Copeland (2004) liefert Belege für die Bedeutung unterschiedlicher Nutzungsmotive unter der letztgenannten Gruppe: Etwa 80 Prozent der Befragten lesen Weblogs, um an Nachrichten zu gelangen, die über keine andere Quelle zu beziehen sind, 78 Prozent geben an, durch Weblogs eine bessere Perspektive auf aktuelle Geschehnisse zu erhalten. Etwas geringere Anteile der Befragten erwarten schnellere Neuigkeiten (66%) und eine größere Ehrlichkeit der Berichterstattung (61%).

3. Netzwerkzentrierte Untersuchungen konzentrieren sich nicht auf einzelne Weblogs und/oder ihre Autoren, sondern stellen die Blogosphäre, also das Geflecht untereinander verbundener Weblogs in den Mittelpunkt. Die Netzwerkanalyse hat in den letzten Jahren ähnliche Strukturen und Gesetzmäßigkeiten in so verschiedenen Bereichen wie der Internet-Infrastruktur, den Zuliefererketten großer Unternehmen oder den Arbeitsbeziehungen von Hollywood-Schauspielern identifiziert (vgl. Barabasi 2002). Diese finden sich auch in den Verbindungen der Weblogs untereinander wieder; so folgt die Verteilung der Verweise zwischen Weblogs einem für Netzwerkstrukturen universellen "power law": Einige wenige Weblogs vereinen eine Vielzahl von "inbound links" auf sich, während die überwiegende Mehrheit nur wenige einkommende Verweise besitzt (vgl. Tricas/Ruiz/Merelo 2003, Shirky 2003). Diese Verteilung hat Auswirkungen auf die Fähigkeit der Weblogs, Aufmerksamkeit zu erzeugen; die meistgelesenen (und meist verlinkten) Weblogs zum Beispiel im Bereich des politischen Journalismus ähneln inzwischen Massenmedien mit einem dispersen Publikum und einer starken Thematisierungsfunktion, die in Einzelfällen auch auf klassische Massenmedien übergreifen kann (vgl. Kennedy School of Government 2004). Eine netzwerkanalytische Perspektive zeigt aber auch, dass sich Themen (oder "Meme") in der Blogosphäre analog zu Epidemien verbreiten, also vor allem über stark verbundene "Hubs" verbreitet werden (vgl. Adar et. al. 2004).

Forschungsfragen

Während die relationsbezogenen Strukturierungsprozesse bei Weblogs vergleichsweise häufig untersucht werden, liegen deutlich weniger Erkenntnisse über die regelhaften Aspekte vor. Insbesondere sind folgende Fragen noch unklar: Welche Erwartungen bestimmen den Umgang mit Weblogs als Autor und/oder Leser? Welche Rolle spielen explizit formulierte Regeln (z.B. Nutzungsvereinbarungen) im Verhältnis zu impliziten, aus der Interaktion emergierenden Regeln? Unterscheiden sich schließlich unterschiedliche Nutzergruppen im Hinblick auf die Akzeptanz und Einschätzung einzelner Verwendungsregeln? Darüber hinaus ist noch unzureichend untersucht, wie das Wechselspiel zwischen den Strukturierungsprinzipien theoretisch zu fassen ist, also inwiefern sich Verwendungsregeln zum einen in Abhängigkeit von bestehenden Weblog-Netzwerken durchsetzen, zum anderen deren Entstehen und Aufrechterhalten mit bestimmen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es nötig und ertragreich, den Forschungsstand sowohl im Bereich der theoretischen Grundlagen wie der empirisch fundierten Studien voranzutreiben. Daher werde ich im Rahmen des Forschungsaufenthaltes folgende Themen bearbeiten:

  1. Kontinuierliches Beobachten des Forschungsfeldes und Aufarbeitung der aktuellen Forschungsliteratur zum Thema Weblogs.
  2. Formulieren eines kommunikationssoziologischen Modells, um die Strukturierungsprinzipien, insbesondere die regelhaften Aspekte, heuristisch beschreiben sowie ihre Dynamik theoretisch erklären zu können. Dabei gehe ich von der Hypothese aus, dass sich in der Praxis der verschiedenen Akteure neben den Adäquanzregeln drei Arten von prozeduralen Regeln herausbilden: Rezeptionsregeln, Produktionsregeln sowie Vernetzungsregeln. In allen Fällen sind explizite Regeln (z.B. Nutzungsvereinbarungen) von in der Software-Architektur angelegten sowie von in der Praxis emergierenden Regeln zu unterscheiden, die jeweils auch unterschiedliche Sanktionen nach sich ziehen (von rechtlicher Verfolgung bis hin zu nicht erfüllten Gratifikationen). Diese Regeln rahmen den Gebrauch des neuen Publikationsmediums und werden durch dessen Gebrauch fortwährend reproduziert und modifziert.
  3. Durchführen einer qualitativen Fallstudie, um mit Hilfe von Experteninterviews (Einzelgespräche und Gruppendiskussionen) Strukturierungsprinzipien zu identifizieren. Unter Experten sollen dabei nicht nur die professionellen Betreiber, sondern auch die Nutzer (Autoren und Leser) von Weblogs verstanden werden, die über ihre eigenen Alltagserfahrungen berichten können. Es handelt sich also im Sinne der obigen Unterteilung um eine akteurszentrierte Untersuchung. Den Zugang zum Feld ermöglicht die Wiener Multimedia-Agentur "Knallgrau New Media Solutions", die eine der größten deutschsprachigen Weblog-Communities (twoday.net) betreibt. Für diese Community, die überwiegend Weblogs des Tagebuch-Typs umfaßt, sollen in drei Wellen die technischen Betreiber, Weblog-Autoren sowie Weblog-Leser leitfadengestützt befragt werden (vgl. Tabelle 1). Als Vergleichsfall dienen Daten aus einem Projekt des "Zentrums für neue Medien" (s.u.), das im August 2004 beginnt und parallel zu meinem Aufenthalt verläuft.

Literaturverzeichnis

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  • Barabasi, Albert-Laszlo (2002): Linked. The new science of Networks. Cambridge.
  • Castells, Manuel (2001): The Internet Galaxy. Reflections on the Internet, Business, and Society. Oxford.
  • Copeland, Henry (2004): Blog reader survey. In: Blogads, 21.5.2004. Online-Veröffentlichung: http://blogads.com/survey/blog_reader_survey.html
  • Döring, Nicola (2003): Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. 2. Auflage. Göttingen.
  • Döring, Nicole/Alexander Schestag (2000): Soziale Normen in virtuellen Gruppen. Eine empirische Untersuchung am Beispiel ausgewählter Chat-Channels. In: Thiedeke, Udo (Hg.): Virtuelle Gruppen. Charakteristika und Problemdimensionen. Wiesbaden. S. 313-354.
  • Giddens, Anthony (1988): Die Konstitution der Gesellschaft. Grundzüge einer Theorie der Strukturierung. Frankfurt am Main.
  • Glaser, Barney/Anselm Strauss (1998): Grounded theory. Strategien qualitativer Forschung. Bern.
  • Goffman, Erving (1977): Rahmenanalyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt.
  • Herring, Susan/Lois Scheidt/Sabrina Bonus/Elijah Wright (2004): Bridging the Gap. A genre analysis of Weblogs. Paper presented at the 37th Hawaii International Conference on System Sciences. Online verfügbar: www.ics.uci.edu/~jpd/classes/ics234cw04/herring.pdf
  • Hienzsch, Ulrich/Elizabeth Prommer (2004): Die Dean-Netroots - Die Organisation von interpersonaler Kommunikation durch das Web. In: Hasebrink, Uwe/Lothar Mikos/Elizabeth Prommer (Hg.): Mediennutzung in konvergierenden Medienumgebungen. München. S. 147-172.
  • Höflich, Joachim R. (1996): Technisch vermittelte interpersonale Kommunikation. Grundlagen - organisatorische Medienverwendung - Konstitution ‚elektronischer Gemeinschaften’. Opladen.
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  • Höflich, Joachim R. / Jan Schmidt (2002): Wandel und Konstanz der Nutzerschaft: Ergebnisse einer zweiphasigen Online-Befragung bei Online-Zeitungen. In: Theis-Berglmair, Anna Maria (Hg.): Internet und die Zukunft der Printmedien. Kommunikationswissenschaftliche und medienökonomische Aspekte. Münster. S. 143-192.
  • Kennedy School of Government (2004): "Big Media" meets the "Bloggers": Coverage of Trent Lott’s Remarks at Strom Thurmond’s Birthday Party. Online verfügbar: www.ksg.harvard.edu/presspol/ Research_Publications/Case_Studies/1731_0.pdf
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